Der Wander- und Freizeitverein Unterharmersbach hat sich in diesem Jahr auf große Fahrt ins Salzburger Land begeben. Idyllische Täler und majestätische Gipfel. Herrliche Wälder und saftige Almwiesen. Panoramareiche Wanderwege und erfrischende Badeseen. Stationiert war die Gruppe in Flachau, dem Heimatort des ehemaligen Skirennläufers Hermann Meier und das Herzstück von Ski amadé, dem größten Skiverbund Österreichs.
Erfahrene Reise- und Wanderführer begleiteten die Touren mit fundiertem Wissen zur Region und interessanten Hintergrund-Geschichten.
Froher Erwartungen ging es am frühen Montagmorgen, 27. September, los. In Unterharmersbach, am Sonnenparkplatz in Zell und in Offenburg wurden die 27 Teilnehmer eingesammelt. Über Stuttgart, München, vorbei am Chiemsee näherte man sich dem Ziel. Zur Einstimmung wurde bei einer Pause ein Sektfrühstück genossen. Nach einer kurzen Rundfahrt durch Flachau bezog man die großzügigen Zimmer im Hotel »Hartl«. Bis zum Abendessen war noch etwas Zeit. So erkundeten die einen die nähere Umgebung zu Fuß, die anderen mit dem hoteleigenen Fahrrad oder man inspizierte schon einmal den Wellness-Bereich.
Die Aktivitäten der kommenden Tage teilten sich in zwei Gruppen. In die Aktiv-Gruppe (Wanderer) und die Erlebnis-Gruppe (Genießer-Touren mit dem Bus). Täglich konnte man entscheiden, mit welcher Gruppe man unterwegs sein wollte. Manchmal fiel die Entscheidung schwer.
Die Tauern
Am zweiten Tag unternahm die Erlebnisgruppe eine Panoramatour durch den Gebirgszug der Tauern und ins Lungau. Man fuhr durch Orte wie Mauterndorf, besuchte den Schlierer See und den Prebersee.
Die Aktivgruppe wurde kurz vor Obertauern beim Johanneswasserfall vom Bus abgesetzt. Auf einem Wandersteig in den Tauern ging es vorbei am Jugendhotel »Felseralm« und machte man eine Einkehr auf der Südwiener Hütte. In unmittelbarer Nähe der Tunneleinfahrt des Tauerntunnels sammelte der Bus die, die zu Fuß unterwegs waren, wieder ein. Sie hatten in sechs Stunden Gehzeit 600 Höhenmeter zurückgelegt. Gemeinsam ging es zurück ins Hotel.
Altenmarkt und Sattleralm
Am dritten Tag regnete es, so dass das Programm kurzerhand geändert wurde. Der Bus brachte die Urlauber auf eine Anhöhe über Flachau. Die Aktivgruppe wanderte zur Sattleralm. Die Soft-Aktivgruppe ins Tal nach Altenmarkt. Und wer überhaupt keine Lust auf Regen und wandern hatte, der blieb im Bus und fuhr mit ihm direkt in den Ort. Der Bus brachte alle Mitreisenden, die in Altenmarkt waren, hoch zur Sattleralm zur gemeinsamen Mittagseinkehr. Inzwischen hatte es aufgehört zu regnen und der Bus fuhr über Wag rain ins Kleinarl-Tal. Dort gab es die Möglichkeit, den Jägersee zu umrunden. Nach dem Abendessen ging es gemeinsam zum Salzburger Hüttenzauber – ein geselliger Ausklang.
Hochkönig
Tags darauf verkündete der Wetterbericht Besserung. So machte sich die gesamte Gruppe mit dem Bus über Hüttau, Bischofshofen und Mühlbach auf den Weg Richtung Hochkönig. Die Erlebnisgruppe fuhr über Dienten am Hochkönig, Maria Alm bis nach Zell am See. Die Aktiv-Gruppe stieg am Fuße des Hochkönigs aus und wanderte über die Erichhütte, Brandstätthütte, Windraucheggalm durch das Almgebiet mit traumhaften Ausblicken (Gehzeit: 5 Stunden, Höhenunterschied: 700 Höhenmeter). Am Arthurhaus wartete die Erlebnisgruppe mit dem Bus auf die Wanderer, um gemeinsam ins Hotel zurückzukehren.
Das Salzkammergut
Der fünfte Tag stand im Zeichen des Salzkammerguts. Die Wirtschaft und der österreichische Adel haben diese Region bekannt gemacht. Das erste Ziel war der vordere Gosausee, das Auge des Salzkammerguts mit Blick zum mächtigen Gletscher des Dachsteins. Fast alle Reiseteilnehmer umrundeten den See. Dies war ohne Schwierigkeiten möglich, da der Weg immer eben am Ufer entlang führte. Glasklar und spiegelglatt präsentierte sich der See. Die Gipfel der umliegenden Berge und der Himmel spiegelten sich in sagenhafter Weise. Am Nachmittag stand die UNESCO-Welterbe-Region Hallstatt auf dem Programm. Dank der Corona-Reisebeschränkungen waren gerade mal zwei Busse im Ort, in dem vor Corona bis zu 100 Busse täglich ihre Gäste ausluden und sich diese Schulter an Schulter durch den kleinen Ort am Fuße des Salzberges schoben. Einige Mitreisende schnaubten die steilen 600 Höhenmeter hoch zum Restaurant. Dies war allerdings auch mit einer Standseilbahn zu erreichen. Die nutzten einige beim Abstieg, um die Knie zu schonen, und auch, um noch etwas Zeit zu gewinnen, um durch Hallstatt zu schlendern. Einige blieben gleich unten und genossen bei einer Schiffsrundfahrt den Blick auf Hallstatt.
Der Dachstein
Bei herrlichstem Sonnenschein und Wanderwetter ging es am vorletzten Reisetag mit dem Bus gemeinsam Richtung Bischofsmütze beim Dachsteinmassiv. Die Erlebnisgruppe genoss die Dachstein-Panoramfahrt mit kurzem Aufenthalt in Schladming und dessen Ski-WM-Stadion. Die Aktiv-Gruppe wanderte von Neuberg immer am Fuße der Bischhofsmütze in Richtung Dachstein West-Seite (Gehzeit:. 5 Stunden, Höhenunterschied: 700 Höhenmeter). Beide Grupen trafen sich am Nachmittag im Almgebiet der Hofalmen in Filzmoos wieder, wo man bei einem kühlen Getränk von den jeweiligen Eindrücken berichten konnte.
An diesem Tag verabschiedete sich die Reisegruppe auch von ihren Wander- und Reiseführern mit viel Lob und Applaus und natürlich mit dem üblichen Dankeschön.
Auf den Hausberg
Der »Tag der deutschen Einheit« stand jedem zur freien Verfügung. Ein Teil der Gruppe genoss einen Frühschoppen mit zünftiger Live-Musik mit den »Runden Oberkrainern« aus Slowenien. Die ganz Aktiven verzichteten auf dieses Event und bestiegen gleich den Hausberg von Flachau.
Mit dem Sessellift ging es erst mal bequem auf 1.700 Meter. Hier konnte sich dann jeder nach seiner Lust und Laune die Zeit vertreiben. Entweder gemütlich in einem der Berggasthöfe das Panorama genießen oder noch zum Hausberg, dem Griesenkareck, um in knapp 2.000 Meter Höhe zu den 360-Grad-Rundumblick genießen. Hinüber zur Dachstein-Südwand oder in die Hohen Tauern. Einfach ein traumhaftes Panorama.
Heimfahrt
Das letzte Frühstück im Hotel Hartl wurde am 4. Ok tober genossen. Pünktlich um 9 Uhr startete der Bus. Die ers ten Stunden fuhr man noch mal durch die herrliche Bergwelt bis Bad Reichenhall. Von dort ging es via Autobahn auf direktem Weg mit wenig Verkehrsbehinderung nach Hause ins nicht minder schöne Kinzig- und Harmersbachtal. Die Teilnehmer bedankten sich herzlich bei den Ideengebern und Organisatoren Iris Bruder und Reinhard Heizmann.
Glücklich, dass alle heil und gesund wieder zuhause angekommen sind, noch leicht beseelt vom Erlebten und Geleisteten der vergangenen Tage, verabschiedete sich die harmonisch zusammengewachsene Gruppe voneinander, in der Hoffnung auf eine ähnliche Reise in nicht allzu langer Ferne.