2. Bundesliga – Männer
SKC Unterharmersbach 1 – SSV Bobingen 1
MP: 7:1
SP: 18,5:5,5
Kegel: 3686:3541
Unterharmersbach entscheidet Schlüsselduelle für sich und sorgt so für den Knax im Spiel des Tabellenführers.
Vor der Saison sind Bobingen und Unterharmersbach als die größten Titelaspiranten in der 2. Bundesliga Süd gehandelt worden. Während die Gäste als Tabellenführer anreisten und so ihrer Favoritenrolle gerecht wurden, musste Unterharmersbach bereits zu Saisonbeginn schmerzlich Federn lassen. Weitere Punktverluste würden somit stark an der Zielstellung der Kinzigtäler rütteln, entsprechend hoch war somit die Anspannung, da weiterhin Leistungsträger Axel Schondelmaier verletzungsbedingt ausfällt.
Unterharmersbach startete konzentrierter. Julien Schmitt (627 Kegel) hatte keine Mühe seinen Punkt zu machen. Daniel Seidl musste verletzt für Florian Gilg Platz machen, beide kamen auf 572 Kegel. Entscheidend war das zweite Startduell, hier setzten die Gäste ihren Topscorer Marius Bäuerle gegen Jonas Stratz. Doch hier gab zunächst der Unterharmersbacher den Ton an. Bäuerle setzte jedoch nach und ging wieder in Führung. Nervenstark konterte Stratz im letzten Räumen und schnappte, trotz weniger Kegel (603:608 Kegel), den Mannschaftspunkt mit 2,5:1,5 Sätzen, den Gästen vor der Nase weg.
Im Mittelpaar machte Unterharmersbach den vorentscheidenden Vorstoß. Pascal Dräger (613 Kegel) hatte dort mit Tobias Stephan (581 Kegel) keine Mühe. Und der zweite Trumpf, Bobingens Ronald Endraß, stach trotz toller Leistung von 603 Kegel ins Leere. Er traf auf einen, an dem Tage überragenden Chris Dambacher, welcher mit 643 Kegel den Kegelvorsprung weiter in die Höhe trieb.
Im Schlusspaar war es Maurice Glöckner (557 Kegel), welcher den Gästen mit Bernd Herrmann (574 Kegel), wenn auch unfreiwillig, den Ehrenpunkt überließ. Frédéric Koell (643 Kegel) stellte den Tageshöchstwert von Dambacher ein, der aufopferungsvoll kämpfende Dietmar Gäbelein (603 Kegel) war ebenso chancenlos.
Drei Mannschaftspunkte – mehr war für die Hombacher Mädels nicht drin
2. Bundesliga – Frauen
KC Schrezheim 2 – SKC Unterharmersbach 1
MP: 5:3
SP: 14,5:9,5
Kegel: 3208:3095
Fehlstart der Unterharmersbacher Frauen bescherte den Gastgeberinnen leichtes Spiel.
In Schrezheim kam Unterharmersbach nur beschwerlich vom Startblock weg. Patricia Buchholz (471 Kegel) und Luisa Fehrenbach (495 Kegel) fanden kein Mittel für die nicht einfache Bahn. Ganz anders ihre Gegenspielerinnen: Caroline Schönewolf (542 Kegel) und Margarete Lutz (562 Kegel) strichen alle Sätze ein und überrundeten die SKC’lerinnen mit fast 140 Kegel.
Im Mittelpaar kam Unterharmersbach dann besser in Tritt und glich in den Duellen aus. Dabei hatte Bianca Zimmermann (572 Kegel) weniger Mühen als befürchtet. Saskia Barth, welche als Verstärkung aus der Ersten Liga zum Einsatz kam, verkaufte sich mit 520 Kegel deutlich unter Wert. Auch Katrin Schondelmaier (524 Kegel) gewann gegen Sandra Winter (516 Kegel). So glich Unterharmersbach aus, lag aber mit fast 80 Kegel immer noch weit im Hintertreffen.
Im Schlusspaar war Stéphanie Rauscher (562 Kegel), bis auf eine Bahn, Daniela Weber (542 Kegel) klar überlegen. Das Unentschieden oder gar ein Sieg lag trotzdem noch in weiter Ferne, Natascha Beck (471 Kegel) hatte gegen Irmgard Drexel (526 Kegel) deutlich das Nachsehen.
Mit drei guten Ergebnissen konnte der Aufsteiger aus Unterharmersbach dann immerhin drei Mannschaftspunkte einfahren, welche am Ende der Saison Gold wert sein können. Mehr war an dem Tag gegen Schrezheim nicht zu machen.
Foto: Verein