Es war mal wieder eine Hambacher Kilwi wie aus dem Bilderbuch. Ortsvorsteher Hans-Peter Wagner hatte gleich zur Eröffnung der Kilwi mit dem Fassanstich unter Riesenbeifall verkündet: »Die Hambacher Kilwi ist nicht nur die größte und schönste, sondern auch die Kilwi mit dem schönsten Wetter und dem besten Publikum.«
Dann schlug der Ortsvorsteher gekonnt mit einem Schlag den Spunden heraus und den Zapfhahn ein. Bürgermeister Pfundstein, der das erste Glas Bier erhielt, um das
Getränk zu testen, verkündete dem Publikum schon nach dem ersten Schluck: »Es schmeckt hervorragend!« Dann floss das Freibier, es bildeten sich lange Schlangen und im Nu war das Fass von den Gästen geleert. Für Hochstimmung sorgte dabei eine Abteilung der Musikkapelle Unterharmersbach unter der bewährten Leitung von Patrick Friedmann. Begeistert schunkelten und klatschten die Besucher mit.
Danach legte Deutschlands-Partyband Nr. 1, »Die Wilden Engel« aus Titisee gleich furios los. Schon nach den ersten Takten glich das Festzelt einem Hexenkessel. Die Besucher in dem bis auf den letzten Platz gefüllten Festzelt feierten auf den Tischen, auf den Bänken, in den Gängen begeistert mit. Das Festzelt bebte und nicht nur das Bier, sondern auch die Stimmung waren hervorragend. Mit ihrem vierstündigen Auftritt hatten die »Wilden Engel« eine Show vom Feinsten abgeliefert. Gäste aus der Schweiz und zwei Busse mit 100 Wilde-Engel-Fans hatten unermüdlich zusätzlich die Stimmung angeheizt.
Strahlender Sonnenschein und riesige Besucherscharen
Am Sonntag zog es bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein wieder riesige Scharen von Besuchern zur Kilwi nach Unterharmersbach. Im Nu waren die offiziellen Parkplätze bis hinein ins Hinterhambachtal wieder bis auf den letzten Platz besetzt. Doch es gab noch weiteren Parkplatz. Die Besucher fuhren einfach über die neue Behelfsbrücke in den Kurgarten und füllten auch dort die Plätze. Die neue Brücke für die Umfahrung der Rösslebrücke hatte damit ihre Feuertaufe mit Bravour bestanden.
Aus dem ganzen Ortenaukreis (auch oft mit Fahrrad) waren die Kilwibesucher gekommen, um den Markt zu besuchen und im Festzelt miteinander zu feiern. Viele Gäste aus dem Elsaß, aus der Schweiz, aus den Großräumen Karlsruhe und Stuttgart wollten unbedingt die Hambacher Kilwi miterleben. Es gab großes Lob für die neue L94 und dass mit der Fertigstellung eine Punktlandung gelungen war. Den ganzen Tag drängten sich an den 160 Marktständen die Menschen und die Händler machten strahlende Gesichter: »Hier haben wir eine ganz treue Stammkundschaft. Die kommt bei jedem Wetter. Es wird wirklich sehr gut gekauft.«
Als die Trachtenkapelle Unterharmersbach mit dem Frühschoppenkonzert begann, war das Festzelt bis auf den letzten Platz besetzt. Die Musikerinnen und Musiker unter der temperamentvollen Leitung von Stefan Polap präsentierten sich bei ihrem traditionellen Frühschoppenkonzert in glänzender Form und die Besucher im Zelt waren begeistert.
An die hervorragenden Leistungen der Musikkapelle knüpfte Christian Müller mit seiner böhmisch-mährischen Blaskapelle »Zweitakt spezial« nahtlos an. Bekannte Polkas, Ohrwürmer und auch Evergreens von Mosch wurden perfekt und mit Herz dargeboten. Das Publikum war begeistert und hingerissen. Überall im Zelt saßen frohgelaunte Menschen, die das Finale der Kilwen im Tal feierten.
Die bewährte Mannschaft des FVU als bewährter »Festwirt« unter der Leitung vom Kilwi-Team-Leiter und Festwirt Michael Hirt und dem zweiten FVU-Vorsitzenden Martin Schwarz hatten mit ihren über 100 Helfern die Hände voll zu tun, um alle mit Speis und Trank zu versorgen. Stau gab es am Sonntagmittag nur bei den begehrten Kilwi-Hähnchen, die Hähnchen-Chef Hubert Schwarz mit seinen Helfern pausenlos gleich an mehreren Grillautomaten zubereitete.
Friedliche Sommer-End-Party
Mit einer Sommer-End-Party wurde die Kilwi am Freitagabend eröffnet. Auch hier strömten die Massen und das Festzelt war voll wie schon lange nicht mehr. Denn die Stimmung war bestens und vor allem friedlich. Die Sicherheitskräfte hatten einen ruhigen Abend. Es gab keine einzige Schlägerei und es herrschte Jubel, Trubel, Heiterkeit. Ein Dankeschön an den Fußballverein, dass nach Mitternacht die dröhnenden Bässe weitgehend aus den Lautsprechern genommen wurden, damit die Nachbarn nicht mehr gestört wurden.
















