Mit einer tollen Mischung aus Live-Musik, mobiler Diskothek und modernem Entertainment machte die Truppe »Wilde Engel« ihrem Namen alle Ehre.



Nach eher mäßigen Kilwi-Eröffnungsabenden in der Vergangenheit hatte der FV Unterharmersbach dieses Jahr mit der Verpflichtung der Coverband »Wilde Engel« aus dem Hochschwarzwald einen Volltreffer gelandet. Die siebenköpfige Erfolgstruppe mit ihrem »Oberengel« Sebastian Steinhart machte ihrem Ruf als Partybombe alle Ehre. Mit ihrem vierstündigen Non-Stop-Programm brachten die Wilden Engel die Stimmung zum Überschäumen. Gegen Mitternacht gab es im vollbesetzten Festzelt keinen mehr, der nicht mittanzte, mitschunkelte oder mitklatschte. Spätestens bei »Skandal um Rosi« brach ein regelrechter Partysturm los. Viele standen auf den Bänken, auf den Tischen oder hatten in der dichtgedrängten Menge rund um die Bühne ein Plätzchen ergattert. Selbst Ortsvorsteher Hans-Peter Wagner hielt es nicht mehr auf seinem Platz. Als Ehrenvorsitzender inmitten seiner FVU-Fußballer ging auch für ihn die Post ab.
Ohrwurm-Alarm
Die »wilden Sieben vom Titisee« landeten bei ihrer Premiere im Unterharmersbacher Festzelt mit Hits aus der Rock-und Popmusik, Ballermann-Ohrwürmern und Schlager-Oldies, begleitet von einer tollen Licht-und Soundshow, einen Volltreffer nach dem anderen. Band und Publikum schaukelten sich zu einem wahren Stimmungsfeuerwerk hoch. »Wir feiern heute mit dem Publikum in Unterharmersbach, und zwar die ganze Nacht«, rief der Oberengel Sebi Steinhart begeistert. Und schon ging’s weiter mit den fetzigsten Liedern aus den aktuellen Charts, den Ohrwürmern aus der Schlagerszene und den bekanntesten Rockklassikern.
Jetzt konnte jeder im Zelt verstehen, dass dieser Truppe schon zweimal der begehrte Titel der »Besten Partyband Deutschlands« verliehen wurde, eine Auszeichnung, die früher meistens die Bayern mit nach Hause nahmen. Längst ist die vor zehn Jahren gegründete Coverband (was bedeutet, dass sie keine eigenen Titel verfasst und darbietet) zu einer Profitruppe geworden. Höchstens ein Halbtagsjob ist noch drin. Mit fast 100 Auftritten im Jahr in Deutschland, der Schweiz und Österreich sind sie zwei- bis dreimal in der Woche auf Achse, und zwar mit einem 18-Tonner, der die mächtigen für 5.000 Besucher ausgelegten Licht- und Tonanlagen zum Auftrittsort transportiert.
Strahlende Gesichter gab es zum Schluss des Abends bei Martin Schwarz und dem Kilwi-Teamchef Michael Hirt. Nicht nur, weil der Abend absolut friedlich verlief und ihnen viele Besucher mit strahlenden Augen auf die Schultern klopften, sondern auch weil es an diesem Abend besonders kräftig in den Kassen klingelte.