Mit neuem Konzept und insgesamt 31 geladenen Zünften wurde der traditionelle Hexenball am Samstag in der Schwarzwaldhalle zum vollen Erfolg. Das närrische Programm strotzte nur so vor Höhepunkten. Ingesamt 11 Gruppen gestalteten das Bühnenprogramm, darunter sechs Guggemusiken und fünf Tanzformationen.


















Mit der Entscheidung, die sehr beliebte Bar vom Foyer in die Halle zu verlegen, lagen die veranstaltenden Eckwaldhexen goldrichtig. So erreichte man, dass sich das närrische Partyvolk ausschließlich in der Halle versammelte und diese in einen brodelnden Hexenkessel verwandelte.
Die Eröffnung des Hexenballs übernahm traditionell die Hästanzgruppe der Eckwaldhexen. Stilecht begann die Gruppe mit einem flotten und rhythmischen Showtanz, doch schon bald hielt es sie nicht mehr auf der Bühne und sie mischten sich unter das Narrenvolk und animierten zum Mittanzen. Ein gelungener Einstieg in das närrische Programm, in dem sich die Highlights förmlich jagten. Nicht weniger als sechs Guggenmusiken sorgten für ausgelassene Stimmung im närrischen Partyvolk. Garniert wurde der bunte Reigen mit den Auftritten von fünf Tanzformationen, unter anderem das viel bejubelte Männerballett der Eckwaldhexen, das den Schlusspunkt setzte.
Fesche Mädels und »Haka-Tanz«
Acht knackige Mädels präsentierte die Narrenzunft Kleeburger aus Windschläg auf der Bühne. Mit ihrem furiosen und tänzerisch sehr anspruchsvollen Gardetanz ernteten sie viel Applaus. Mit einer riesigen Gruppe war die Narrenzunft Erzknappen aus Tennenbronn angereist. Sie hatten eine Tanzcombo aus acht feschen Mädels dabei, welche mit einem rockigen Tanz begeisterten. Obwohl das straff organisierte Programm eigentlich keine Zugaben erlaubte, musste Moderator und Eckwaldhexen-Chef Manfred Schwarz, hier dem hartnäckigen Drängen des Narrenvolkes nachgeben.
Raffiniert gestaltete sich der Auftritt der Ichbe-Hexen aus Tennenbronn. Aus einem traditionellen Hästanz entwickelte sich ein beeindruckendes Männerballett, das einen waschechten neuseeländischen »Haka-Tanz« auf das Parkett legte. Ein megastarker Auftritt, der nicht ohne Zugabe von der Bühne verabschiedet wurde.
Guggemusiken begeisterten das Narrenvolk
Ein wahrhaftiges musikalisches Feuerwerk brannten die Guggenmusiken ab. Den Auftakt gestalteten die Offenburger Schwellkepf und die Hausacher Guggemusik, gefolgt von den Scholle Dudler aus Meißenheim und Ichenheim. Mit ihrem fetzigen Sound trieben sie die feiernden Narren auf Tische und Bänke und brachten die Halle zum Beben. Ebenfalls für mächtigen Sound sorgte die Guggenmusik Erzknappen aus Tennenbronn und die »Los Krawallos« aus Bad Peterstal-Griesbach, bevor die heimischen Eckwaldpuper die Bühne rockten und die beschauliche Schwarzwaldhalle in einen brodelnden Hexenkessel verwandelten.
»Mädels nach vorne«
Der krönende Abschluss dieses närrischen Spektakels blieb aber dem Männerballett der Eckwaldhexen vorbehalten. Im »Cowboy-Style« stolzierten sie auf die Bühne und lieferten sich erst mal ein Duell, um dann nach einer kräftigen Stärkung so richtig vom Leder zu ziehen. Mit ihrer ausgefeilten Choreografie und gestählten Bodies boten sie einen beeindruckenden Auftritt und eroberten die Herzen der Damen im Sturm.
Im Anschluss an das närrische Programm spielte »DJ Steffen Stern« auf, der auch während der kurzen Umbaupausen immer wieder die Stimmung hoch hielt und zu einem Tänzchen animierte. Im Hexensaal wurde so noch ausgelassen und fröhlich bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.