Die Narrengemeinschaft ist in Vorbereitungen für die Fasend 2018. Die Kostümideen sind gefasst: Der Narrensamen wird als Alice aus dem Wunderland und Spielkartensoldaten gehen.
Die Erwachsenen werden zu Hutmachern. Am Sonntag fand die Mitgliederversammlung der Gemeinschaft statt. Es war eine lustige Sitzung. Heiter, komisch, mal auch schwarz war der Humor, mit dem die anwesenden Mitglieder die Themen der Tagesordnung abarbeiteten.
So regte zum Beispiel die Teilnehmerliste mit Platz für 51 Unterschriften zum witzigen Kommentar an: Das ist aber optimistisch. Präsident Martin Isenmann flachste: Optimistisch sei, dass sogar eine zweite vorbereitet ist.
Er freute sich aber umso mehr darüber, dass elf Mitglieder, Ortsvorsteherin und Presse gemeinsam mit Vorstandsteam und Narrenrat das Sitzungszimmer füllten und sich rege beteiligten.
Schnell waren die Neuwahlen erledigt. Fast alle wurden in ihren Ämtern bestätigt. Nur Jan Sauerbrei und Jennifer Vollmer tauschten: Jan ist Schriftführer und Jennifer Beisitzerin. Nicht mehr aufstellen ließen sich Katja Petri und Reinhard Berger. Ihnen dankte Martin Isenmann für die gute Arbeit im Team. Vor den Neuwahlen und der Entlastung wurde in Worten und Zahlen über das Vereinsjahr berichtet.
Schöne Fasend, aktives Jahr
Mit 70 Erwachsenen, 30 Kindern und zwei großen Fasendswägen gestaltete die Narrengemeinschaft den Fasendsumzug mit. Martin Isenmann erinnerte, dass das Motto der Fasend 2016 in der Narrengemeinschaft gefunden wurde und dankte Jennifer Vollmer für die Idee und ihren Reim.
Der Gemeinschaftsabend war gut besucht und das Programm gelang und habe gefallen. Auch das Fasendausrufen sei eine tolle Sache gewesen. Der Abschluss beim Erich; das Mitziehen der Mändigs Musik; die spendablen Entersbacher hob Martin Isenmann noch einmal hervor.
Und am Aschermittwoch wurde alles wieder in Schöpfe und Keller verstaut. Hier galt der Dank den Helfern, die mit anpackten und das Aufräumen an einem Tag bewerkstelligten.
Unter dem Jahr organisierte die Gemeinschaft eine Wanderung am Vatertag. Donnerstags wurden Stammtische abgehalten. Bei der Hallen-Stadt-Meisterschaft gewann die Mannschaft der Narren. Und mit den Schädderhühnern stellten die Narren ein Team bei den Dorfmeisterschaften. Zwei Hochzeiten wurde gefeiert und zwei Narrensamen auf der Welt willkommen geheißen.
Für den wirtschaftlichen Betrieb führte die Gemeinschaft zwei große Altpapiersammlungen durch und mehrere kleine.
Ortsvorsteherin Andrea Kuhn grüßte die Entersbacher Narren. »Es war ein tolles Bild, als die Entersbacher die Hauptstraße herunter liefen.« Sie dankte für Engagement und Hirnschmalz und dem Vorstandsteam und Narrenrat für’s »Vordenken und Impulse geben«.
Reichlich Darsteller, Handwerker sind gefragt
Dass es noch Potenzial bei der Helferzahl gibt, darüber sprach die Versammlung. Josef Pfaffs Worte dazu waren: »Die Umstellung des Vereins vom Narrenrat zur Narrengemeinschaft ist vollzogen, doch in den Köpfen noch nicht verankert.« »Es wurde schon um Welten besser«, wog Martin Isenmann das Gewicht etwas auf. Hob in diesem Zusammenhang das eigenständige Arbeiten des Kostüm-Teams und Schmink-Teams hervor. Er dankte den Helfern in der Wurstbude. Die Einnahmen seien ein wichtiger Bestandteil, mit dem die Gemeinschaft Requisiten, Kostümförderung etc. trägt. Doch das Mobilisieren von Helfern sei immer noch ein Kernthema, darin waren sich die Mitglieder einig. Vorstandsteam und Mitglieder sprachen darüber, überlegten wie es gelingen kann. Mit Kommunikation und »dran bleiben«, so die Devise. Das Vorstandsteam informierte, dass es wieder ein Narrenfahrplan mit allen Auftritten und Arbeitsterminen geben wird. »Hängt ihn euch an den Kühlschrank!«
Tradition im Wandel
In der Sitzung gab der Narrenrat die Entscheidung bekannt, dass das letzte Relikt der Bachkuchifasend Geschichte werden wird. Wille und Engagement seien da gewesen, die Elfimess am Leben zu erhalten. Das wurde den Räten auch von den Anwesenden bestätigt. Aber die Besucherzahl sank von Jahr zu Jahr. Bei der letzten Elfimess waren die Akteure (Narrenrat, Narren mit Aufgaben und Musikverein) fast unter sich. Narrenrat Meinrad Pfaff sagte: »Seien wir ehrlich, man lockt mit ein paar Schnitzern keinen hervor. Die Elfimess hat früher funktioniert, weil sie die Eröffnung der Bachkuchifasend war.«
Der frühe Sonntagabend könnte der neue Montag werden. »70 Personen laufen am Sonntag beim Umzug mit und am Montagvormittag ist fast keiner mehr da«, beschrieb es ein Mitglied. Am Sonntagnachmittag, wenn die Kinder im Landgasthaus zum Pflug tanzen und die Mändigs Musik spielt, sei die Zeit zusammenzusitzen um Spaß zu haben. Dafür setzten sich Mitglieder mit ihren Wortmeldungen ein.
Morgen Altpapiersammlung
Die Narrengemeinschaft Unterentersbach weist auf die Altpapiersammlung im Dorf und Oberentersbach hin, die morgen, Samstag, 25. November stattfindet.
Eine Schnapszahl: Narrengemeinschaft wird 66 Jahre
Die Narrengemeinschaft Unterentersbach hat nächstes Jahr einen närrischen Geburtstag: sie wird 66 Jahre. In den vergangenen Wochen wurde in der Gemeinschaft, mit Vereinsvertretern und Entersbachern über eine Jubiläumsveranstaltung während der fünften Jahreszeit nachgedacht. Die Idee war, im Ortskern um das Landgasthaus zum Pflug eine Jubiläumsveranstaltung zu gestalten und auszurichten.
Zwei beratende Gespräche fanden statt. Interesse und Resonanz waren gut und die Planungen seien positiv gestartet, erklärte Martin Isenmann. Schließlich entschied das Vorstands-Team aber, während der intensiven Zeit für den Verein kein zusätzliches Event ausrichten zu wollen. Ob und wie das Jubiläum gefeiert werden soll wird weiter beraten.