Die Feier hat draußen bei Kälte, aber trockenem Wetter stattgefunden. Die Kommunionkinder gestalteten sie mit.


Am Sonntag feierte die katholische Kirchengemeinde Palmsonntag und damit theologisch den Einzug Jesu in Jerusalem. In der damaligen Zeit haben die Gläubigen auf den Weg Palmzweige gelegt, da sie mit Jesus einen König erwartetet haben, sie haben ihm zugejubelt.
Das Wetter blieb trocken und die kirchliche Feier auf dem Kirchplatz konnte wie gewohnt stattfinden.
Das Leben ist bunt
Pfarrer Bonaventura Gerner zog mit einer großen Schar Ministranten auf den Kirchplatz, gefolgt von den vielen Kommunionkindern mit ihren bunten Palmbüscheln. „Die Farbigkeit durch die Palmen zeigt uns: Das Leben ist bunt“, sagte Pfarrer Gerner in seiner Begrüßung. „Diesen Tag feiern Christen in der ganzen Welt.“
Er segnete die Palmen mit Weihwasser: Die großen und kleinen Palmstöcke an der Kirchenwand, die Palmstöcke der Kommunionkinder und die kleineren Palmen in den Händen der Gemeindemitglieder. Er bezeichnete die Palmen als Zeichen der Hoffnung. Weiter führte er aus, dass Jesus mit seinem Einzug in Jerusalem den Menschen damals gezeigt habe, wer er wirklich war: Kein König mit Krone und Zepter, sondern ein Diener Gottes.
Wie sieht eigentlich ein König aus?
Das Evangelium wurde auf dem Kirchplatz gelesen und die Kommunionkinder trugen einige Texte zum Lobpreis von Jesus vor. Dann zogen alle gemeinsam in die Kirche ein. Die Kommunionkinder stellten ihre bunten Palmen im Altarraum ab, für sie waren die ersten Reihen der Kirche reserviert. Sie beteiligten sich mit einem Anspiel und vielen gelesenen Texten an der Gestaltung des Gottesdienstes. In dem Anspiel ging es um die Frage: Wie sieht eigentlich ein König aus?
Ministrantin Lilli Uhl saß mit den Insignien eines Königs vorne im Altarraum. Nach und nach werden diese Insignien benannt und ihr abgenommen: Die Krone als Zeichen der Macht, das Zepter und der prächtige Umhang als Zeichen des Reichtums, der Thron und das Schwert. Übrig blieb eine einfach gekleidete Person und der Sprecher sagte: Jesus war kein König, wie ihn sich die Menschen damals vorgestellt haben und trotzdem haben sie ihn als König verehrt.
Pfarrer Gerner in der Rolle von Jesus
Danach wurde im liturgischen Ablauf die Leidensgeschichte mit verteilten Rollen vorgetragen, wie sie vom Evangelisten Markus aufgeschrieben worden war. Als Passionserzählung übernahm Pfarrer Gerner die Rolle von Jesus und die Lektorinnen Jutta Uhl und Brigitte Metzler die Sprecher.
Die Fürbitten wurden wieder von den Kommunionkindern vorgetragen und der Kehrvers mit Gestik besonders gestaltet.
Pfarrer Gerner betonte, dass an Palmsonntag besonders für die Christen im Heiligen Land, in Israel, gebetet würde und für die Christen dort auch die Kollekte bestimmte ist.
Am Ende der Feier sangen die Kommunionkinder ihr Mottolied des Kommunionkurses, hell klangen die Kinderstimmen im großen Kirchenraum.
Beginn der Karwoche
Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche. Pfarrer Gerner lud die Gemeinde ein, an den Gottesdiensten der Karwoche und der Ostertage teilzunehmen.