Am Sonntag wurden zehn Konfirmand*innen in die Evangelische Kirchengemeinde Zell aufgenommen. Sie sind jetzt Gemeindemitglieder mit allen Rechten und Pflichten.




Die zehn Konfirmandinnen und Konfirmanden des Jahrgangs 2023 trafen sich am Sonntag im Gemeindesaal der evangelischen Kirchengemeinde Zell, um die letzten Details der bevorstehenden Konfirmation mit dem Konfi-Team Solveigh Petersen, Andreas Scholl und Pfarrer Michael Wurtz zu besprechen. Die sechs Mädchen und vier Jungen waren schön angezogen und sehr aufgeregt, sammelten sich doch die Familien und Angehörigen schon in der Kirche. Nach einem Gruppenfoto ging es dann angeführt von Pfarrer Wurtz zum feierlichen Einmarsch in die Kirche.
In Teppich gewebt
Hinter den Konfirmanden lag ein ereignisreiches Vorbereitungsjahr in dem sie sich kennen lernten, Ideen ausprobierten, Gruppenaufgaben lösten, bei Gottesdiensten geholfen haben, einen eigenen Gottesdienst gestalteten und viel über den christlichen Glauben lernten. Diese Erfahrungen hatten sie gemeinsam mit Solveigh Petersen in einen Teppich eingewebt und als Gedanken auf Plakaten an der
Kirchenwand ausformuliert. Sinnvolles Ganzes Den individuellen Wert der Konfirmanden symbolisierte Pfarrer Michael Wurtz in seiner Predigt mit einem 50-Euro Schein, den er in einer Performance allen möglichen »Behandlungen« unterzog. Egal wie kaputt und zerknittert der Schein aussah, behält er doch immer den gleichen Wert. Warum beurteilen wir Menschen nach ihrem momentanen Aussehen und wie
es ihnen gerade geht, aber ignorieren oft ihren Wert? Das sei bei Gott anders! Das zeigte er am Beispiel eines Handschuhs, der erst mit einer
Hand darin zu einem sinnvollen Ganzen wird, so wie ein Mensch der Gott in sich aufgenommen habe.
Wein und Brot
Nach Tauferinnerung, Glaubensbekenntnis und der Frage an die Konfirmanden kam es dann zur Segnung. Paarweise traten die Konfirmanden vor, empfingen den Segen und wurden somit zu Konfirmierten, also Gemeindemitgliedern mit allen Rechten und Pflichten.
Der feierliche Höhepunkt des Gottesdienstes war dann das Beten des Vaterunsers und das erste gemeinsame Abendmahl, dass von den
nun ehemaligen Konfirmanden mit Wein und Brot begangen wurde.
Berührende Musik
Der Gottesdienst wurde musikalisch von Markus Staiger an der Orgel und dem ökumenischen Singkreis Fermate gestaltet, die von einigen Instrumentalisten begleitet wurden. Sehr berührend war der Sologesang von Vera Petersen.
Mit Dankgebet und Fürbitten, dem Dank an alle Beteiligten sowie einem großen Applaus zogen die konfirmierten und im Glauben bestärkten jungen Leute in einen fröhlichen Sonntag mit ihren Familien und Angehörigen.