Mit der Frage »Quo vadis Solidarität?« fordert das People’s Health Movement, dass unentbehrliche Impfstoffe und Medikamente vom Patentschutz ausgenommen werden müssen. Dr. Christiane Fischer stammt aus Nordrach, hat neben Medizin auch Theologie mit dem Schwerpunkt Ethik studiert. Sie war Mitglied im Deutschen Ethikrat und setzt sich seit vielen Jahren für das fundamentale Menschenrecht auf höchstmögliche Gesundheit ein, das – sie wird nicht müde es zu sagen – ausnahmslos für alle Menschen gilt. Susanne Vollrath hat mit ihr gesprochen.
Frau Fischer, eine Frage vorab: Was versteht man unter unentbehrlichen Impfstoffen und Medikamenten?
Das sind Arzneistoffe, die benötigt werden, um die dringendsten Bedürfnisse zur medizinischen Versorgung zu befriedigen. Die WHO stellt sie in einer Modell-Liste zusammen. Diese Liste dient als Basis für die einzelnen Staaten, um eigene Standards festzulegen. Stoffe, die auf dieser Liste stehen, sollten in jedem Gesundheitssystem in ausreichender Menge und guter Qualität verfügbar sein, und zwar so, dass sie sich alle Menschen leisten können. Bei der Auswahl spielen Dinge wie Krankheitshäufigkeit, Wirksamkeit und Sicherheit eine Rolle.
Den kompletten Bericht zum Interview finden Sie in der Print-Ausgabe der Schwarzwälder-Post.