60 Kinder, 13 Betreuer und zwei Wochen ohne Eltern: Unter dem Motto Wickie auf großer Fahrt ging es für das Kleine Ferienlager in diesem Sommer an die bayerische Grenze nach Bad Wurzach. Im renovierten Bauernhof »Wieshof« organisierten die Betreuerinnen und Betreuer ein volles Programm mit Spielen und Ausflügen für die Kinder.
Die letzten Abschiedstränen waren verdrückt und 60 gespannte Kinder saßen im Bus, als das Kleine Ferienlager nach Bad Wurzach in Oberschwaben aufbrach. Neben verschiedenen Programmpunkten am und ums Haus standen auch wieder einige Ausflüge an.
Der erste Ausflug führte direkt in die Stadt Bad Wurzach, wo die Kinder eine interaktive Ausstellung über das Wurzacher Ried entdeckten. Das Wurzacher Ried ist eines der bedeutendsten Moorgebiete Süddeutschlands, das früher einmal ein Torfabbaugebiet war, bis es zum Naturschutzgebiet erklärt wurde. In der Ausstellung »Moor Extrem« gab es einen Laufzettel mit verschiedensten Fragen zu Flora und Fauna im Moor. Zur Beantwortung bekamen die Kinder Informationen über kurze Filme oder Erzählungen. Bilder verschiedener Pflanzen waren ebenso ausgestellt, wie ein »Moorbohrer« mit dem per Kurbel immer tiefer ins Moor gebohrt wurde, um herauszufinden, was sich auf unterschiedlichen Tiefenebenen befindet.
Bei einem weiteren Ausflug besuchten Kinder und Teamer dann das Moor, über das sie in der Ausstellung bereits so viel erfahren hatten. Müde Beine freuten sich. Das Ried wurde mit einer kleinen Eisenbahn erkundet. Der kleine offene Zug fuhr erst einmal durch ein bewaldetes Gebiet. Dann wurde das Gelände offener und weiter. Die Lokführer – die auch ein Museum zum Torfabbau betreiben – erklärten, wie Torf abgebaut und verwendet wurde.
Spiele ohne Ende
Der obligatorische Stadtausflug führte in diesem Jahr in den schönen Kurort Bad Waldsee. Um die Stadt besser kennenzulernen, durften die Kinder bei einer kleinen Stadtrallye Sehenswürdigkeiten, wie den Stadtbrunnen oder den Eingang des Rathauses, genauso wie Bänke und andere Schilder, ausmessen. Die Besonderheit war das Messen in der Einheit »PET-Flaschen-Länge«. Zollstöcke waren nicht erlaubt. Doch die auszumessenden Häuser und Objekte mussten erst einmal gefunden werden.
Aber auch gespielt wurde im Lager mehr als genug. Angefangen bei Gesellschaftsspielen bis hin zu Wasserspielen mit Wasserrutsche und Postenläufen. Bei Klein gegen Groß traten Kinder gegen Teamer an: Egal ob beim Wettrudern, beim Tischkicker oder beim Ertasten von Gegenständen – die Kinder gaben nicht auf und gewannen. Bei der 60-Minuten-Wette war dann Teamwork gefragt. Bei diesem Spiel bekam die Gesamtgruppe einige Aufgaben, die innerhalb von 60 Minuten gelöst werden mussten. Aufgaben waren beispielsweise das Durchnummerieren einer Klopapierrolle, Verkleiden, Witze erzählen und Schweigen für fünf Minuten. Letzteres war eine willkommene Abwechslung für die Betreuerinnen und Betreuer.
Hübsche Damen in Abendkleidern und fesche Herren mit Schlips und Hemd versuchten beim Lager-Casino ihr Glück. Ob Roulette, einarmiger Bandit, Hohe Hausnummern, Bingo oder Black Jack – für jeden der Glücksspieler war etwas dabei. Und mit den erspielten Chips konnte man sich an der Casinobar verpflegen.
Am Bunten Abend zeigten die Kinder, welche Talente in ihnen stecken. Von einer Comedy Nummer angelehnt an Mario Barth, über Akrobatik, bis hin zu Tanz- und Gesangsnummern war das Programm sehr vielfältig. Dabei war es völlig egal, ob ein neuer Charthit gesungen wurde, ein Lied aus dem Bibi-und-Tina-Film oder ob die Teamer das Elsa-Lied sangen. Alle stimmten in die Lieder mit ein.
Gemeinschaft
Pfarrer Gerner kam am ersten Sonntag zu Besuch. Gemeinsam wurde ein Gottesdienst gefeiert, bei dem alle Kinder beteiligt waren: So war eine Gruppe für die Dekoration zuständig, eine weitere für Gebete und Fürbitten, eine Gruppe bereitete ein Anspiel des Evangeliums von der Speisung der 5000 vor und wieder eine Gruppe suchte die Lieder aus. Abends wurde dann gemeinsam Gottesdienst gefeiert.
An dieser Stelle möchten sich das Betreuer-Team und die Kinder noch einmal bei allen Spendern bedanken. Die vielen Geld-, Sach- und Lebensmittelspenden unterstützen das Ferienlager und reduzieren den Teilnehmerbeitrag.
Spezieller Dank galt den Teamern und Organisatoren des Ferienlagers: Svenja Welle, Katrin Pfundstein, Hannah Brucher, Lutz Brucher, Hannah Horsthemke, Emil Schätzle, Martin Plener, Felix Schmieder, Jannik Baumann, Robin Günther, Benedikt Pfundstein, Henriette Falke und Simone Müller sowie Yvonne und Philipp Spitzmüller.