Eine kleine Anzahl von Besuchern fand den Weg in das von den Tagesmüttern liebevoll dekorierte Pfarrheim. Der Anlass: Die Informationsveranstaltung zum Thema Kinderbetreuung durch Tageseltern.
Was für die gastgebenden Tagesmütter zunächst etwas enttäuschend war, entpuppte sich im Laufe der Informationsveranstaltung als wahrer Segen. So war es möglich sich persönlich kennenzulernen und es konnte ein intensiver Austausch zwischen Tagesmüttern, bereits abgebenden Eltern, politisch Verantwortlichen und Tagesbetreuungssuchenden stattfinden. Alle Fragen und Ideen konnten aufgenommen werden und es fand sich Raum und Zeit zum Gespräch.
Die Tagesmütter stellten sich und ihrer Arbeit an Hand von einigen Beispielen vor, wobei sich immer wieder die Individualität und die Flexibilität dieser Betreuungsart als Gewinn herausstellten.
Ingrid Kunde von der Diakonie Hausach, die für die Kindertagespflege im Kinzigtal zuständig ist, stellte die Ausbildung zur Tagesbetreuungsperson vor und die Anforderungen, die erfüllt sein müssen, um vom Landratsamt eine Pflegeerlaubnis zu erhalten.
Sie warb auch um finanzielle Unterstützung der Kindertagespflege durch die Gemeinden. In diesem Zusammenhang stellte sie die Platzpauschale vor, die von einigen Gemeinden im Kinzigtal bereits übernommen wird, um die Kindertagespflege vor Ort zu stärken. Sehr erfreut war sie über die Einladungen, die ausgesprochen wurden, um dieses Thema in den politischen Gremien noch einmal konkret vorzustellen.
Emotional waren die Berichte der Mütter, die von ihrer Suche nach einer Kinderbetreuung berichteten und ihre Erfahrungen mit Tagesbetreuungspersonen schilderten. Alle schätzen diese Art von Kinderbetreuung und erachteten sie als sehr wertvoll. Nicht nur die hohe Flexibilität auch die Beständigkeit in der Betreuung ist den Eltern sehr wichtig. Kinder, die über einen langen Zeitraum zum Teil bis in die Pubertät von einer Person beziehungsweise im Prinzip von einer Familie betreut werden, entwickeln ein gutes Vertrauensverhältnis. Ideal ist es, wenn die Eltern und die Tageseltern eine gute Ebene finden, um die Erziehungsaufgabe gemeinsam zu meistern, darin waren sich alle Besucher einig.
Nicht selten finden die Kinder dann eine »Zweitfamilie« in der sie sich so wohlfühlen, dass sie nur ungern wieder nach Hause gehen.
Die Suche nach Kindertagesbetreuung gestaltet sich schwierig, wussten die Mütter zu berichten, da leider die Zuständigkeit der Diakonie Hausach noch nicht sehr publik ist. Angedacht wurde, ob es sinnvoll sein könnte, regelmäßig solche Veranstaltungen zu organisieren oder Flyer auszulegen, um auch an dieser Ausbildung Interessierten eine Informationsmöglichkeit zu bieten.
Der Dank der Tagesmütter galt Ingrid Kunde von der Diakonie Hausach, der Pfarrgemeinde St. Symphorian für die Bereitstellung des Raumes und allen Besuchern der Veranstaltung.