Am Donnerstagnachmittag durften die Bewohner des Seniorenheims St. Gallus die traditionelle Weihnachtsfeier erleben. Heimleiter Michael Schlosser, Verwaltungsleiter Thomas
Dreher und Bürgermeister Günter Pfundstein hielten kurze Ansprachen.




»Ich begrüße Sie zur 29. Weihnachtsfeier hier im Atrium«, eröffnete der geschäftsführende Heimleiter Michael Schlosser die Feier. Er erinnerte an den Weihnachtsfrieden im ersten Weltkrieg. Erfreut teilte er den Bewohnern mit, dass auch dieses Jahr wieder ein lebendiges Jesuskind beim Weihnachtsspiel mitwirken wird. Es ist schöne Tradition im Gallus-Heim, dass ein neugeborenes Kind einer Mitarbeiterin diese Rolle übernimmt. Das Baby Joshua der Mitarbeiterin Melanie Welte ist dieses Jahr das Jesuskind.
Thomas Dreher hatte das Theaterspiel einstudiert und dankte allen Akteuren für ihre Mitarbeit. Stefanie Fritsch spielt seit Jahrzehnten die Rolle der Maria. Zum ersten Mal dabei ist Reinhard Gerber in der Rolle des Josef. Die Hirten spielen ihren Part seit über 35 Jahren; es sind Reinhilde Frantz, Alexandra Grießbaum, Andrea Lehmann und Gertrud Pätzel. Den Wirt der Herberge stellte Thomas Dreher selbst dar; der Verkündigungsengel hieß Irmgard Ruppert.
Zur Einstimmung sangen die Senioren bekannte Weihnachtslieder, auch zwischen den einzelnen Szenen des Weihnachtsspiels. Stefanie Fritsch und Reinhard Gerber spielten ihre Wanderung nach Bethlehem, die Herbergssuche und die Ankunft des Jesuskind langsam und bedächtig mit klarer Aussprache – die Senioren verfolgten gespannt, was in der Mitte des Atriums vor sich ging. Für den Auftritt der Hirten und der Engel gab es Applaus. Zum Höhepunkt der Feier waren alle Akteure vor der Krippe versammelt. Dazu sangen die Senioren dann gemeinsam das schöne Weihnachtslied »Stille Nacht, heilige Nacht«.
Danach wandte sich Bürgermeister Günter Pfundstein mit einer Ansprache an die Bewohner: »Ich darf Ihnen frohe Weihnachten wünschen; ich komme gerne in das Gallus-Heim.« Er selber habe vor Weihnachten so viele Termine, das man glauben könne, es gäbe kein nächstes Jahr mehr, bedauerte Pfundstein. Er erinnerte an das schöne Weihnachtslied »Stille Nacht, heilige Nacht«, über das er einen Bericht im Fernsehen gesehen habe. Es wurde 1813 in einer kleinen Kirche zum ersten Mal gesungen, verbreitete sich in alle Welt und ist heute in jede Sprache übersetzt. Zu Weihnachten werde es von 2,5 Milliarden Menschen gesungen.
Am Ende der Feier kündigte Thomas Dreher eine Premiere an: Den Auftritt des Gallus-Chörles bei der Weihnachtsfeier. Mitarbeiterin Gabriele Ernst hat mit einigen Bewohnern traditionelle Weihnachtslieder einstudiert. Gerne zeigten die Senioren, was sie bei ihr gelernt hatten. Die bekannten Lieder wurden auch vom Publikum mitgesungen.
Das Abendessen wurde von Musikvorträgen der Hombacher Dorfmusikanten begleitet.
Das Atrium des Seniorenheims war zur Weihnachtsfeier mit einem großen Weihnachtsbaum in der Mitte geschmückt. Die Krippe beim Theaterspiel war ebenfalls mit einigen Tannen umgeben. Auf den Tischen erfreute adventliche Dekoration die Besucher. Vor dem Eingang zum Atrium stand der große Flügel der Einrichtung, auf dem Thomas Dreher die Weihnachtslieder begleitete. Die Weihnachtsfeier war eine schöne Einstimmung auf die kommenden Festtage.