Am 9. November sind die Einwohner der Stadt Zell zur nächsten Einwohnerversammlung eingeladen. Kernthemen sind das Forschungsprojekt »Zell 2030« und das Verkehrskonzept für die Stadt Zell. Der Prozess »Zell 2030« soll sich nach dem offiziellen Abschluss weiter fortsetzen. Zum Verkehrskonzept werden erste Überlegungen vorgestellt. »Ein reger Gedankenaustausch ist dazu ausdrücklich erwünscht«, heißt es in der Einladung der Stadt Zell. Auf dem Marktplatz der Ideen ist die Bürgerschaft zur aktiven Mitarbeit aufgerufen.



Die Einwohnerversammlung am 9. November ist bereits die vierte in der Amtszeit von Bürgermeister Günter Pfundstein. Nach der Versammlung im Juni 2016 in der Ritter-von-Buß-Halle und den beiden L94-Bürgerversammlungen in der Schwarzwaldhalle steht nun erneut das Entwicklungskonzept »Zell 2030« im Blickpunkt. Und wie zum Start im Jahr 2016 hofft Bürgermeister Pfundstein erneut auf eine große Bürgerbeteiligung. Vor zwei Jahren waren rund 400 Teilnehmer in die Ritter-von-Buß-Halle gekommen.
Spannende Themen
An spannenden Themen für die Einwohnerversammlung fehlt es nicht. Mit der Sanierung des Rundofens soll im Mai/Juni 2019 begonnen werden. Die Fachplanungen laufen, der Bauantrag ist gestellt. »Die Zeller Keramik baut aktuell nicht«, informierte Bürgermeister Pfundstein zu diesem Thema. Für die Sanierung und Erweiterung des Zeller Rathauses läuft die Detailplanung. Hier sei ein Baubeginn Ende 2019 möglich, so Bürgermeister Pfundstein. Derweil ist die Großbaustelle L94 durch Unterharmersbach schon weit fortgeschritten.
Das Forschungsprojekt »Potenziale von Kleinstädten in peripheren Lagen« wurde Ende Juni 2018 mit einem Kongress in Berlin offiziell beendet. »Hier geht es nun darum, dass sich der Prozess verstetigt und die Arbeitsgruppen weiterhin aktiv bleiben«, betonte Geschäftsführer Daniel Lehmann von der Zeller Begleitagentur AgilEvent.
Bereits am Freitag dieser Woche trifft sich nochmals die Szenario-Gruppe aus dem Projekt Zell 2030, um im Blick auf die Einwohnerversammlung den Status Quo zu besprechen und »nächste Schritte« festzulegen. In den Arbeitsgruppen sollen die Zeller Themen weiterentwickelt werden, die dann über den Stadtmarketing-Ausschuss und den Gemeinderat umgesetzt werden.
Bei der Einwohnerversammlung am 9. November wird Professor Dehne, der Leiter des Forschungsprojekts die Ergebnisse präsentieren und nochmals die »Zeller Zukunftsgeschichte« erläutern. »Bei Zell 2030 sind wir schon mitten in der Umsetzungsphase«, stellte Bürgermeister Pfundstein fest. Hier wurden 14 schnelle Projekte definiert, die teilweise schon umgesetzt sind oder sich im Prozess befinden. In Sachen Jugendarbeit hat sich schon einiges getan. Mitfahrbänkle sollen aufgestellt werden und der Bahnhof als Eingangsportal zur Stadt aufgewertet werden.
Integriertes Verkehrskonzept
Ein Kernthema ist und bleibt die Verkehrsentwicklung in Zell a. H. Für die Erstellung eines integrierten Verkehrskonzeptes wurde im Projekt »Zell 2030« ein Verkehrsplaner beauftragt. Erste Überlegungen dazu werden in der Einwohnerversammlung vorgestellt. »Wir werden dabei nicht über einzelne Straßen und Brücken diskutieren«, stellte Bürgermeister Pfundstein fest. Vielmehr gehe es darum, ob Zell grundsätzlich ein Verkehrskonzept brauche und wolle. Ziele müssten definiert werden und was damit bezweckt werden solle.
»Die zurückliegenden Diskussionen haben gezeigt, dass alle Veränderungen wollen, aber nicht vor der eigenen Haustür«, so Bürgermeister Pfundstein. In Sachen Verkehrskonzept wolle man die Einwohner mitnehmen. Auch der Arbeitskreis Mobilität stehe offen.
Schon bei der Einwohnerversammlung im Juni 2016 wurden zum Thema Verkehr/Mobilität die meisten Vorschläge eingereicht. Am 9. November besteht nun wieder die Möglichkeit, auf
dem Marktplatz der Ideen Wünsche und Anregungen zu äußern.
»Es gibt wie immer keine Denkverbote« heißt es in der Einladung der Stadt Zell. Die Einwohnerversammlung am 9. November beginnt um 18 Uhr und endet gegen 21 Uhr. Getränke und ein kleiner Imbiss werden kostenlos bereitgestellt.