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Diese Frage wurde Ihnen sicherlich schon öfter gestellt. Diese Mal geht es um die Sanierung der L94 in Unterharmersbach. Wie Bürgermeister Pfundstein schon im Sommer sagte, entwickle sich eine große Baumaßnahme im Laufe der Zeit. Daher wurden die neuesten Entwicklungen zum
Zeitplan und Verlauf am Dienstagabend bei einer gut besuchten Informationsveranstaltung in der Schwarzwaldhalle bekannt gegeben.
Ich möchte mit der guten Nachricht anfangen: Die Straßenbauarbeiten, die im Auftrag der Stadt Zell durch die Firma Reiff in Achern ausgeführt werden, sind bisher planmäßig verlaufen und auch die Kaffeebrücke, die vom Regierungspräsidium gebaut wird, steht vor der Fertigstellung. Durch eine neue Umleitung über die Sportstättenstraße und das Hinzuziehen weiterer Baukolonnen steht in Aussicht, dass die Sanierung der Straße schon Anfang 2019 fertiggestellt werden kann – also mehr als ein halbes Jahr früher!
Und nun die schlechte Nachricht: Aus »diversen« Gründen, wie Daniel Guldenschuh-Apelt vom Regierungspräsidium in Freiburg mit Dienstsitz in Offenburg mitteilte, könne mit dem Bau der so genannten Rösslebrücke erst ein Jahr später begonnen werden. Und damit würde sich das Ende der Baumaßnahmen in Unterharmersbach bis ins Frühjahr 2020 verzögern. Auf mehrfache Nachfrage konnten leider keine nachvollziehbaren Gründe genannt werden. Es ist offensichtlich, dass hier notwendige Arbeiten trotz mehrjähriger Vorlaufzeit – der Beschluss für die Sanierung der L94 wurde vom Gemeinderat noch zu Zeiten des Bürgermeisters Moll gefasst und im Juni 2015 starteten die Planungen mit dem Regierungspräsidium – unnötig und willkürlich liegen blieben. Die »Brückenplaner« in Freiburg verstecken sich hinter der nicht haltbaren Forderung nach der Fertigstellung einer Flussgebietsuntersuchung,
obwohl alle wirklich notwendigen Unterlagen zur Planung schon lange vorliegen. Offensichtlich will oder wollte man nur nicht…
Jetzt droht genau das einzutreten, was auch eine Mehrheit des Gemeinderates unbedingt vermeiden wollte – eine Verlängerung der Bautätigkeiten bis ins Jahr 2020.
Max Bergsträsser,
Zell a. H.