Für 420 Jahre Berufspraxis stehen die 19 Berufsjubilare der Sparkasse Haslach-Zell, die am Freitag im Gasthaus »Drei Schneeballen« in Hofstetten für ihren langjährigen Dienst in der Bank der Region und deren Kunden geehrt wurden.
Vorstandsvorsitzender Bernd Jacobs erinnerte eingangs an das Vermächtnis der Gründungsväter der Sparkassen, die den vor Ort lebenden Menschen eine sichere Geldanlage sowie vernünftige Kreditmöglichkeiten hätten bieten wollen. Der Sparkasse Haslach-Kinzigtal gehe es heute immer noch primär um das Gemeinwohl der Kunden ihres Geschäftsgebietes. Dies sei vor dem Hintergrund, dass rund zwei Milliarden Menschen keinen Zugang zu Bankdienstleitungen hätten, enorm wichtig. »Wie sollte unser alltägliches Leben ohne Sparkasse ablaufen? Undenkbar!«, dachte Jacobs laut.
Den Jubilaren dankte er, dass sie einen Großteil ihrer Lebenszeit für die Bank einsetzen. Dafür erhielten sie zwar als Gegenleistung einen wirtschaftlichen Mehrwert für die eigene Familie, aber gerade deswegen gelte es, die Zeit effektiv zu nutzen, um diesem Auftrag für das Gemeinwohl nachzukommen. »Die Zeit verlängert sich für alle, die sie zu nutzen verstehen«, zitierte der Vorstandsvorsitzende das Universalgenie Leonardo da Vinci. Diese Vorgabe ließe sich am besten in einer großen Familie erreichen. Nirgendwo sei die Bindung stärker als zwischen Familienmitgliedern. Sie gebe Halt, stifte Identität und trage durch gute und schlechte Zeiten.
Enkelfähige Entscheidungen treffen
Dieses tragfähige Fundament sei für künftige Herausforderungen notwendig, da der Erfolg der Sparkasse ganz entscheidend von der Teamfähigkeit abhänge. »Familien wie Sparkassen setzen auf ein langfristiges Miteinanderleben und -wirtschaften«, zog Bernd Jacobs einen weiteren Vergleich. So sei man in der Lage, »enkelfähige Entscheidungen zu treffen«, um auch der übernächsten Generation gerecht zu werden. Denn gerade in der heutigen Zeit unterliege die Sparkasse hohen Anpassungsnotwendigkeiten, um die Basis für Künftiges zu schaffen.
»Die heutige Einladung mit Partner bzw. Partnerin ist auch ein sichtbares Zeichen unserer Wertschätzung für Ihr langjähriges Engagement«, wandte sich der Vorstandsvorsitzende dann an die Jubilare. Auf die längste Dienstzeit an diesem Abend konnte Christine Maier zurückblicken, die für 40 Jahre Betriebszugehörigkeit geehrt wurde. »Sie sind Wunscherfüllerin Nummer eins, wenn es um Wohnträume geht«, hob Jacobs die langjährige Tätigkeit der Jubilarin in der Baufinanzierung hervor. Sie sei hier zu einer regelrechten Institution geworden. Als Dank durfte sie nicht nur die Urkunde der Sparkasse Haslach-Zell und ein Präsent entgegennehmen, sondern auch die Urkunde des Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg Winfried Kretschmann.
Abwechselnd ließen die beiden Vorstandskollegen Bernd Jacobs und Klaus Minarsch wichtige Stationen aus dem Ausbildungs- und Berufsleben der Jubilare noch einmal aufleben, auch mit Tätigkeiten, deren Bereich heute einem modernen Geldinstitut nicht mehr geläufig sind. Nirgendwo, so Minarsch, zeige sich die Wandel deutlicher als bei solchen Ehrungen.
Für 30 Jahre Dienst in der Sparkasse wurden Frank Malek und Hans-Jürgen Neumaier ausgezeichnet. Ein Vierteljahrhundert ununterbrochen in einem Betrieb ist auch für die Industrie- und Handelskammer (IHK) Anlass, sich mit einer Urkunde zu bedanken. Für diesen Zeitraum wurden Andreas Horn, Michaela Wangler, Elke Lehmann, Birgit Abt, Gabriele Winter, Katja Breig, Klaus Himmelsbach und Jutta Schmudlach ausgezeichnet. Vor zwei Jahrzehnten kamen Michaela Kiefer, Marco Gutmann, Daniela Rappenecker und Alfred Ramsteiner zur Sparkasse Haslach-Zell. Bereits seit zehn Jahren gehören Christina Buono, Simon Jäckle, Alexandra Krämer und Silke Wußler zur Belegschaft der Bank.
Personalratsvorsitzender Hans-Joachim Schmidt schloss sich den Worten des Vorstandes an und bedankte sich bei den Jubilaren mit einem persönlichen Geschenk und den besten Wünschen für die weitere gemeinsame berufliche Zukunft.