Ein Bauprojekt kann die Gemeinde abhaken. Das Dach des Historischen Speichers ist fertig eingedeckt. Alles in allem war dies eine »schnelle Baustelle«.

Der historische Speicher mit seinem alten Dach aus Reet.
Kaum hatte der Gemeinderat die Gewerke an den günstigsten Bieter vergeben, war der Speicher für die Umdeckung des Daches zwei Tage später komplett eingerüstet. Das Reet verschwand zuerst auf der einen, danach auf der anderen Seite in großen Containern. Ab und an bremste der Regen den Baufortschritt, dennoch folgten der veränderten Dachlattung zügig die Ziegel.
Diese Eindeckung hatte im Vorfeld für Diskussionen gesorgt. Die eine wollte am Reet festhalten, der andere orientierte sich an der Eindeckung des Speichers an seinem früheren Standort. Letztlich fiel die Entscheidung zugunsten einer Eindeckung mit einem Doppelmuldenziegel, einem typischen Ziegel für die Eindeckung der Schwarzwaldhöfe in der Region.
Mitentscheidend für diese Alternative waren nicht nur die höheren Kosten für ein Reetdach und dessen Unterhaltungsaufwand in relativ kurzen Zeitabständen, sondern auch weil ein Reetdach die »falsche Folklore« für den Schwarzwald ist, der früher von Stroh-, aber nicht von Reetdächern geprägt war. Mit den Blechnerarbeiten war die Sanierung abgeschlossen. Fast auf den Tag genau nach fünf Wochen ist das Gerüst wieder abgebaut.