Halali für den Fuchs

Fuchs- und Raubzeugwochen beim Hegering 5 Zell/Harmersbachtal

Das Ergebnis der Ausbeute während der Fuchs- und Raubzeug­wochen war beachtlich. 56 Füchse, 10 Steinmarder, zwei Baummarder, ein Iltis und zwei Rabenkrähen zählte die Strecke, die der Hegering 5 (Zell/Harmersbachtal) zur Begutachtung der Felle ausgebreitet hatte.

Seit nunmehr 14 Jahren läuft die Aktion. Damals hat man die Initiative »Auerwild-Hegegemeinschaft« (AHG) ins Leben gerufen, um durch eine intensivere Bejagung den Druck vom Auerwild zu nehmen. Diese vom Aussterben bedrohte Tierart kommt noch in 14 Landkreisen des Schwarzwaldes vor, so auch in der Region des Harmersbachtals. Von November bis Februar läuft die verstärkte Jagd auf das Raubzeug, wenn die Tiere ihren Winterbalg haben, denn damit ist auch eine bestmögliche Verwertung zu erreichen. Bis zur Sammelaktion wie am Sonntagmorgen werden die Tiere tief gefroren aufbewahrt.

Ein paar Dutzend Jäger des Hegerings hatten sich beim Jagdkollegen Meinrad Schwarz und seiner Frau Beatrice eingefunden, wo seit Jahr und Tag diese Besichtigung stattfindet.

»Was zu verwerten ist, wird auch verwertet« erklärte Herbert Huber zu Beginn. Aus den Fellen würden Jacken, Westen, Mützen und Handschuhe gefertigt, die ebenso wie die Lunte (Schwanz) der Füchse und Marder unter anderem auf Mittelalter-Märkten als Kleidungsstücke oder Zubehör Absatz fänden. Nicht minder begehrt seien die aus Fangzähnen gefertigten Ketten.

Jagdhornklänge waren zu hören, bevor Felix Kimmig aus Ottenhöfen, der mit Corinna Könninger die Tiere begutachtet, aufkauft und für die weitere Verwertung einsammelt, die Modalitäten bekannt gab. »So wie ich das sehe, habt ihr wieder die besten Füchse. Und fleißig wart ihr auch« lobte der Fachmann Qualität und Quantität der erlegten Tiere gleichermaßen. So eine Strecke wie dieses Jahr mit der größten Anzahl erlegter Tiere könne sich sehen lassen. Reichtümer gäbe es nicht zu verteilen, so Kimmig, aber ein guter Schütze erziele mit dem bescheidenen Erlös zumindest den finanziellen Ersatz für seine Munition. »Und eine Flasche Wein obendrein« schob er lachend nach.

Das Treffen dient auch der Kameradschaft und dem Gedankenaustausch, Bevor sich die Jägergemeinschaft im »Hotel Fuchsbau«, der schlichten, aber warmen Garage, zur Stärkung versammelte, appellierte Willi Hug, der zur Zeit den Hegering kommissarisch leitet, an die Mitglieder, in nächster Zeit die Leitung des Hegerings regulär zu besetzen.