Am vergangenen Wochenende war die Miliz- und Trachtenkapelle Oberharmersbach zu Gast beim Blasmusikfestival in Ellmau. Neben der Teilnahme am Festumzug war das Orchester, als Vertreter Deutschlands, auch auf den beiden Showbühnen im Festzelt zu sehen und natürlich auch zu hören.




Es war ein Fest der musikalischen Vielfalt, das Ellmau in Tirol mit dem Blasmusikfestival am vergangenen Wochenende zum dritten Mal feierte. Die Miliz- und Trachtenkapelle wurde eingeladen, um nicht nur bei dem am Samstag stattfindenden Festumzug teilzunehmen, sondern auch um am Freitag- und Samstagabend als Vertreter Deutschlands auf den beiden großen Showbühnen im Festzelt jeweils einen Konzertteil zu bestreiten.
Die Besonderheit des Festivals liegt in der Internationalität der sieben am Showprogramm teilnehmenden Kapellen. Sie kamen aus Russland, Großbritannien, der Schweiz, den Niederlanden, Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich. Jedes Orchester hatte dabei die Gelegenheit sich in einem halbstündigen Unterhaltungsprogramm dem mit bis zu 5.000 Besuchern besetzten Festzelt auf zwei sich gegenüberliegenden Bühnen zu präsentieren.
Die Miliz- und Trachtenkapelle bot am Freitagabend, unter der Leitung von Vizedirigent Michael Gutmann, ein volkstümliches Programm mit Traditionsmärschen und Volksliedern aus der Heimat. Im zweiten Konzertteil am Samstagabend unter der Leitung von Chefdirigent Sigfried Rappenecker wurden eher moderne Arrangements dargeboten. Es hatte den Anschein, dass das Orchester damit genau den Nerv des Publikums traf, welches Zugabe um Zugabe forderte und die Kapelle erst nach der »Lieben kleinen Schwarzwaldmarie« und »Dem Land Tirol die Treue« von der Bühne entließ. Wohl noch nie wurden die Oberharmersbacher Musikanten dabei von einem Publikum unterstützt, welches lautstark und aus voller Kehle mitsang und mitfeierte.
Auch am traditionellen Umzug durch Ellmau, der am Samstagnachmittag stattfand, wirkten die Musikerinnen und Musiker der Miliz- und Trachtenkapelle in gewohnter Manier mit. Rund 1.500 Musikanten aus ganz Europa spielten beim großen Finale, nach dem Umzug, unter der Leitung des österreichischen Landeskapellmeisters Rudolf Pascher die Europahymne und drei Traditionsmärsche in einem Gesamtchor.