Journalist Adam Callaghan (USA) entdeckt Nordrach und wird in verschiedenen Food- und Reisejournalen über den Ort und seine Spezialitäten berichten.





Anfang April waren Adam und Stacha Callaghan zu Besuch in Nordrach. Ihr ausdrücklicher Wunsch war es, sich vor Ort über den Obstbrennerweg und die Tradition des Brennens zu informieren und die Geschichte des Moospfaffs und seine daraus resultierenden Spezialitäten kennen zu lernen.
In den USA Spezialist für Deutschland
Adam Callaghan ist in den USA Spezialist für Deutschland und schreibt für verschiedene Food- und Reisejournale. Er hat Deutsch studiert und auch eine Zeit in Deutschland gewohnt, sodass er das Reisen und die regionalen Spezialitäten zum Beruf gemacht hat. In diesem Jahr besucht der die gtm (german travel market) in Chemnitz und recherchiert für seine Berichte unter anderem in Nordrach, Freiburg, Lindau, Dresden und Berlin.
Am Mittwochmittag ging es nach einem kurzen Mittagessen in der Marktscheune Berghaupten auf den NorDi-Osterweg, Adam und Stacha hatten viel Spaß beim Lösen der Rätsel und konnten die Schatztruhe öffnen. Die vielen bunten, handgefertigten Figuren haben sie begeistert. Danach wurde im Gasthaus „The Moosbach Garden“ eingecheckt. Nach einer kurzen Ruhepause konnten die beiden das viergängige Menü von Thomas Huber genießen. Gemeinsam ging es danach noch auf ein Feierabendbier auf die Kornebene, denn Traditionen werden auch für unsere Gäste zum Erlebnis.
Zu Fuß auf dem Obstbrennerweg
Der Donnerstag war völlig dem Obstbrennerthema gewidmet. Den Obstbrennerweg erkundeten Adam, Stacha und Barbara Essig (Touristen Info) gemeinsam zu Fuß. Erster Halt war auf dem Haashof, dort servierte Antonia leckere Häppchen mit frisch gebackenem Brot und verschiedenen Köstlichkeiten die direkt auf dem Hof hergestellt werden. Dazu gab es eine hochprozentige Verkostung verschiedener Schnäpse und Liköre.
Adam ist weit gereist und erfahren in der Verkostung, er war beeindruckt von der Qualität und Vielfalt der Produkte. Bei Angela Boschert vom Boscherthof konnten weitere Spezialitäten wie der Rote-Beete-Likör verkostet werden und ein Blick in das zauberhafte Töpferstübchen geworfen werden, das sich in den letzten Jahren immer mehr aufgebaut hat.
Gin, Apfelbrot, Likör und Schnaps
Weiter ging es auf den Schwarzhof, dort wurden die Gäste mit hausgemachtem Gin, Apfelbrot und einer Likör- und Schnapsprobe empfangen. Herbert Schwarz teilte gerne sein fundiertes Wissen über das Brennen mit den interessierten Gästen.
Die Mittagspause führte die kleine Gruppe in die kleinste, dreistöckige Vesperstube, ins Nordracher Mühlenstüble um sich mit hausgemachten Spezialitäten für den Nachmittag zu rüsten. Der Riehlehof von Wolfgang und Maria Schwarz war das nächste Ziel. Maria erzählte neben der Verkostung der Brennereiprodukte den interessierten Gästen von der Hof- und Familiengeschichte. Als Überraschung gab es hier eine selbstgebackene Schwarz-wälder Kirsch Torte.
Bienen als wichtiges Aushängeschild
Der Haberitti Hof von Alexander und Simone Zimmerer wurde als nächstes besucht. Hier sind die Bienen ein wichtiges Aushängeschild und so gab es frisches Honigbrot zur Verkostung. Zum Abschluss überraschte Klaus Willmann die Gäste im Ruhlsbach-Schöpfle, hier gab es Schinken Stangen und eine Auswahl der Brände und Liköre vom Heidenbühl Hof. Besonders das originelle Schnapshäusle fand hier viel Bewunderung. Der Abschluss des Tages auf dem Mühlstein wurde von Michaela Neuberger gestaltet, in der Rolle als Magd versuchte sie erfolgreich, die Geschichte von Hans und Magdalen in einer Mischung aus englisch und badisch näher zu bringen.
Den Moospfaff erleben und genießen
Der Freitag stand unter dem Motto: „den Moospfaff erleben und genießen“ und wo kann man das besser, als bei Egbert Laifer in der Pralinen Manu faktur ChocoL und dem Café S’Blaue Hus? Egbert erzählte den interessierten Gästen aus den Vereinigten Staat viel über die Historie der Glasfabriken und führte so zur Geschichte des Moospfaff hin. Egbert Laifer, der traditionell im Moospfaff-Monat auch den Moospfaff lebendig werden lässt, konnte die Geschichte eindrucksvoll präsentieren.
Nun folgte der Schwenk zur feinen Moospfaff-Kugel, das erste und bedeutendste Produkt der Pralinen-Manufaktur. Adam und Stacha wurden in die Produktion mit eingebunden und konnten nach kurzer Zeit die Pralinen mit den fein gehackten Pistazien fachmännisch ummanteln. Auch die Himbeercreme-Marzipan Praline wurde gemeinsam hergestellt. Zur Entspannung lud Egbert Laifer zu Moospfafftorte und Tee ins Café ein.
Hohe Erwartungen wurden übertroffen
Auf dem Weg zu ihrer Weiterreise nach Lindau bedankten sich Adam und Stacha Callaghan begeistert für das toll zusammengestellte Programm, ihre hohen Erwartungen wurden durch die Professionalität und Herzlichkeit der Produzenten, Gastgeber und Organisatoren bei weitem übertroffen.
Adam freut sich darauf, Nordrach durch seine Presseartikel in den USA bekannt zu machen und hat einige Spezialitäten eingekauft, um seine Freunde bei seiner anstehenden Geburtstagsparty in Form des Obstbrennerweges mit vielen Probierstationen zu begeistern.