Vor 50 Jahren wurde der Gitarrenverein Nordrach ins Leben gerufen. Mit einem Benefizkonzert in der Pfarrkirche Nordrach zu Gunsten des Waisenhauses Yenguudi in Fada/Burkina Faso begann das Jubiläumsprogramm.


Rund 450 Besucher folgten der Einladung in die Pfarrkirche Nordrach und erlebten ein mitreißendes Konzert.
Der Gitarrenverein präsentierte unter der musikalischen Leitung von Steffi Nock weltliche und religiöse Lieder, die von Herzen kommen unter dem Leitmotiv „Wozu sind Kriege da?“ Die Musiker führten das Publikum durch eine Welt der Gefühle, mal nachdenklich und traurig, mal hoffnungsvoll und fröhlich.
Pop und religiöse Lieder
Mit dem Titel „Zombi“ eröffnete der Gitarrenverein das Benefizkonzert. Neben religiösen Liedern folgten Songs wie „Blowing in the wind“, „Es ist an der Zeit“, „Neue Brücken“ und „Irgendwas bleibt“.
Gefeierte Solisten
Zahlreiche Solisten begeisterten das Publikum in der Pfarrkirche. Anja Neumaier und Claudia Lehmann präsentierten im Duett den Song „Mama Ana Ahabak“. Auch Jasmin Huber interpretierte die Songs „Sag mir wo die Blumen sind“ und „From a distance“ souverän. Der nachdenkliche Song „Dear Mr. President“ wurde von Mia-Sophie Nock interpretiert. Celine Fritsch meisterte mit dem Song von Udo Lindenberg „Wozu sind Kriege da?“ als Solistin ihr Debüt und wurde mit tosendem Beifall gefeiert. Ralf Müller präsentierte gefühlvoll den Titel „Brothers in arms“ von den Dire Straits.
Emotionaler Zusatz
Der Gitarrenverein untermalte die dargebotenen Lieder mit besinnlichen Texten, die von Anja Neumaier, Stephanie Bühler und Christine Boschert vorgetragen wurden. Der Chorgesang des Vereins wurde unterstützt von Konzert- und E-Gitarren, Bass, Schlagzeug und Keyboards.
Spenden an ein Waisenhaus
Den Erlös des Abends spendet der Verein an das Waisenhauses Yenguudi in Fada/Burkina Faso. Das kleine afrikanische Land ist seit vielen Jahren von Gewalt und Terror geplagt. Das Leben dort und die Arbeit der Einrichtung stellte das Ehepaar Nerz vor.
Es fehlt an allem
Das Paar aus Haslach-Bollenbach nahm vor zwei Jahren den kleinen Naba in ihre Familie auf. Der kleine Junge aus diesem Waisenhaus wächst nun in bei Familie Nerz behütet auf. Die Familie steht im ständigen Kontakt zur Heimleiterin des Waisenhauses.
Die Spenden werden dort dringend gebraucht für Medikamente, für zwei Mahlzeiten am Tag und für einen Obstgarten, um eine einigermaßen gesunde Ernährung der Kinder zu gewährleisten, für liebevolle Pflegemütter, für den Betrieb eines Kindergartens und für eine Schule. Die Spendengelder aus dem Benefizkonzert werden zum großen Teil für den Neubau einer Schule im Waisenheim eingesetzt, die auch die Kinder des Dorfes besuchen dürfen.
Mit dem israelischen Friedenslied „Hewenu schalom alechem“ beendete der Verein den stimmungsvollen und emotionalen Konzertabend und das Publikum dankte den rund 40 Aktiven mit ausgiebigem Applaus.
Ausblick auf das Jubiläumsjahr
Das Benefizkonzert stellte die Auftaktveranstaltung für das Jubiläumsjahr 2024 dar. 1974 gründete Hans-Georg Kluckert den Gitarrenverein Nordrach, der somit in diesem Jahr 50 Jahre besteht. Als Jubiläumsprogramm ist geplant:
18. April: Konzert in der Stadthalle Hausach
13. Juni: Schwimmbadkonzert in Zell a. H.
5. Juli: Chill-out ins Wochenende im Bürgerpark Nordrach
4. August: Konzert bei der Kilwi in Unterentersbach
2. November: Jubiläumskonzert 1, Hans-Jakob-Halle Nordrach
3. November: Jubiläumskonzert 2, Hans-Jakob-Halle Nordrach
Nähere Informationen zu den anstehenden Terminen sind auf der Homepage des Gitarrenvereins zu finden www.gitarrenverein-nordrach.de.