Die Kräuterbüscheltour des Schwarzwaldvereins Nordrach kam so gut an, dass der Wunsch nach einer Wiederholung geäußert wurde.
Eingeladen vom Schwarzwaldverein Nordrach unter der Tourenführung von Ingeborg Bruder trafen sich acht interessierte und motivierte Frauen aus nah und fern auf dem Mühlstein, um für sich unterwegs in freier Natur ein Kräuterbüschel zu binden.
Nachdem abgeklärt war, wer noch Korb, Wolle oder ein Messer brauchte, folgte die Einstimmung mit passenden Sprüchen, so zum Beispiel „Pflanzendüfte sind wie Musik für unsere Sinne“ oder „Die Blume ist das Lächeln der Pflanze“.
Aufbau nach Vorlage
Der Aufbau eines Kräuterbüschels in Nordrach wurde an jeweils einem großen und kleinen, bereits vorgefertigten Exemplar gezeigt. Bestaunt wurde ein weiteres, farblich noch gut erhaltenes Büschel vom letzten Jahr, das nach altem Brauch bald verfeuert werden wird.
Mit einem stabilen Grund gerüst, ausgestattet mit Ähren und einer Rose begann jede, ihr eigenes Kräuterbüschel zu machen.
Bei optimalem Wanderwetter in einer langen Regenpause fanden sie an Wegrändern, in blühenden Wiesen und neben den Waldwegen bunte Blumen und Kräuter. Auf der Route vom Mühlsteinparkplatz über die Bratwurstabzweigung, vorbei am Standort Wieberwegle und zu der Unteren Flacken wuchsen die Kräuterbüschel stetig. Abschließend ging es mit Gartenkräutern, Hortensien und Erika zurück zum Ausgangspunkt. In der Mühlstein-Kapelle wurden die Kräuterbüschel im Altarraum platziert.
Feierliche Weihe in der Mühlstein-Kapelle
Feierlich mit dem Mühlsteinglöckle eingeläutet, zelebrierte Pater Linus die Kräuterweihe in einem festlichen Wortgottesdienst und lobte das Interesse am Erhalt von dieser Tradition. Er erklärte den Sinn, wie der Brauch entstand und wie er regional unterschiedlich gestaltet wird. Dankbar für die Mit gestaltung erhielt er am Ende der Feier selbst ein Kräuterbüschel. Bei der abschließenden Einkehr konnte unter anderem passend ein Wildkräutersalat bestellt werden.
Mehrfach wurde der Wunsch geäußert, diese sinnliche Kräuterbüschel-Tour im nächsten Jahr wieder zu unternehmen. Das bewusste und intensive Erlebnis mit und in der Natur tue Körper, Seele und Geist gut.