»Gesundes Kinzigtal« startet nach dem Lockdown wieder in den regulären Betrieb. Mit Kursen, Training und Veranstaltungen.
In den vergangenen Monaten hatte sich das Netzwerk darauf konzentriert, die Menschen der Region gemeinsam mit der Kommune und anderen Partnern in der Corona-Situation zu unterstützen. »Das hat eindrücklich gezeigt, wie wichtig eine regionale Vernetzung in einer solchen Situation sein kann«, sagt Dr. Christoph Löschmann, Geschäftsführer der Gesundes Kinzigtal GmbH. »Nun kehrt die Normalität zurück und das freut uns sehr.« Denn zum einen starten die gesund+aktiv-Angebote wieder, zum anderen wird die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der AOK Baden-Württemberg neu und zukunftssicher aufgestellt.
Seit dem 7. Juni ist die Gesundheitswelt mit Trainingsfläche und Kursen wieder geöffnet. Für die ersten Angebote wie Aquafitness in Steinach oder die Fußgymnastik wurden bereits Wartelisten angelegt, da das Interesse die vorhandenen Plätze übersteigt. Und auch die Wildpflanzenwanderung in der kommenden Woche ist fast ausgebucht. »Außerdem konnten wir weitere Leistungspartner für Gesundes Kinzigtal gewinnen«, ergänzt Löschmann.
Die Neuverhandlung des Vertrages mit der AOK sollte eigentlich erst bei Unterzeichnung bekannt gemacht werden, doch nun wurde in der überregionalen Fachpresse bereits darüber berichtet. »Allerdings sehr verkürzt und teilweise nicht ganz richtig«, erklärt Löschmann. »Die AOK hat den Vertrag mit Gesundes Kinzigtal vorsorglich gekündigt, aber dahinter steckt ein ganz normaler Prozess«, erläutert der Geschäftsführer. »Wir arbeiten seit mehreren Monaten gemeinsam mit der AOK daran, den Vertrag an die sich verändernden Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen anzupassen.« Dazu zählt unter anderem die Einführung des Regionalfaktors im Morbi-RSA, also der Berechnungsgrundlage für die Zuweisungen an die Krankenkassen. Diese Einführung könnte für einige Krankenkassen mit Einbußen verbunden sein – und würde in der aktuellen Vertragskonstellation auch Gesundes Kinzigtal treffen. »Hier besteht Handlungsbedarf für beide Seiten«, so Löschmann. Dass Prävention im Gesundheitswesen künftig nicht mehr so gefördert werden soll, wirkt sich ebenfalls aus. »Hier wollen wir gemeinsam mit der AOK Lösungen finden, um unsere starke Ausrichtung auf Prävention beibehalten zu können«, so der Geschäftsführer der Gesundes Kinzigtal GmbH abschließend.