Generalversammlung der Narrenzunft Biberach im Rietsche-Saal mit Wahlen, Berichten und Ehrungen.



Mit 130 Teilnehmern war der Rietsche-Saal bei der Generalversammlung der Narrenzunft Biberach am Freitagabend voll besetzt. Auf der Tagesordnung standen die Berichte des Oberzunftmeisters Marco Schlieter, der Gruppen der Biber, Reiherhexen und Bergwerksgeister sowie Wahlen, Ehrungen und eine Aussprache.
Oberzunftmeister Marco Schlieter kann sich freuen: Die Biberacher Narrenzunft ist sehr gut aufgestellt. Die Mitgliederzahlen steigen, die Posten im Vorstand können problemlos besetzt werden, gerne wird zusammen Fasend gefeiert und auch die Kameradschaft bei vielen privaten Feiern ist ihnen wichtig. Das Beste bei allem: Die Stimmung ist ausgesprochen gut.
Bürgermeister Jonas Breig brachte dies auch in seiner Rede zum Ausdruck: „Es war eine sehr gelungene Fasend 2023/ 2024 und auch für mich eine intensive Zeit.“ Die Fasend sei über den Ort hinaus bekannt und alle packen mit an, betonte er. Breig berichtete von vielen Gesprächen im Vorfeld mit dem Vorstand zum Hauptthema Lärmbelästigung der Anwohner. Auch mit den Anwohnern seien Gespräche geführt worden. Außerdem berichtete er, dass mit dem Landratsamt eine Allgemeinverfügung erarbeitet wurde als Rechtsgrundlage für die Fasendsveranstaltungen. „Dies ist aber kein Freifahrtschein“, machte Breig deutlich. Das Sicherheitskonzept habe funktioniert und es gab dafür sogar Lob von der Polizei. Abschließend erklärte Breig: „Ich bedanke mich für die gute Zusammenarbeit und freue mich auf die Fasend im nächsten Jahr.“
Bericht von Oberzunftmeister Marco Schlieter
Marco Schlieter begrüßte die vielen Teilnehmer der Generalversammlung am Samstagabend im voll besetzten Rietsche-Saal. Sein Rückblick galt der Fasend 2023/2024: „Die Fasends-Kampagne hat sehr gut funktioniert und wir haben alles gut gemeinsam gemeistert.“ Er bedankte sich ausdrücklich beim Bürgermeister Jonas Breig, der für den Fasend-Samstag eine einstweilige Verfügung erlassen hatte, sowie der gesamten Gemeindeverwaltung für die Unterstützung.
Die Umzugsbeteiligung der Hästräger sei in diesem Jahr sehr gut gewesen, berichtete Schlieter. Mit dem Hexen- und Biberball konnten zwei tolle Programmabende mit vollem Haus gefeiert werden. Auch die Kinderfasend am Freitag sei gut besucht gewesen. Einen extrem großen Zulauf erlebte die Zunft am Fasends-Samstag. Die Security ist dabei an speziellen Orten Streife gelaufen. „Hier haben wir positive Rückmeldungen der Anwohner erhalten“, freute sich Schlieter.
Ein sehr großer Erfolg war auch der Ü50 Kaffee im Rietsche-Saal. Gut funktioniert habe auch der Auf- und Abbau des Narrendorfes. Am Sonntagmittag sei alles wieder aufgeräumt gewesen. Die kleineren Veranstaltungen am Fasendsmontag und -dienstag in Biberacher Runde seien auch sehr schön gewesen, berichtete Schlieter.
Die Nachbesprechung im März 2024 mit Bürgermeister Jonas Breig, der Polizei, dem DRK, dem THW, der Feuerwehr und der Security habe gezeigt, dass der Fasend-Samstag in einem friedlichen Rahmen ohne besondere Zwischenfälle verlaufen ist. „Die Punkte, welche verbessert werden sollen, wurden von uns angesprochen, sind dokumentiert und werden bei der Fasend 2025 umgesetzt“, versicherte Schlieter.
Abschließend bedankte er sich bei den vielen Personen, die zum Gelingen der Fasend beigetragen haben. Dabei vergaß er auch die Anwohner nicht, ohne deren Verständnis und Akzeptanz ein solches jährliches Fest nicht möglich wäre.
In einem Ausblick machte er auf die wichtigsten Veranstaltungen in 2025 aufmerksam.
Bericht der Schriftführerin der Narrenzunft
Melissa Schilli berichtete über die Veranstaltungen, Zusammenkünfte und Freizeitaktivitäten der Zunft. Es gibt keinen Monat, in dem nichts stattfindet. Es sind etliche Sitzungen im Vorfeld der Fasend nötig, um alles gut vorzubereiten. Hierzu gehören auch Termine mit den Wirten, den Wagenbauern, den Fußgruppen und natürliche interne Sitzungen. Die Narrenzunft fährt mit Bussen zu Jubiläumsumzügen in der näheren Umgebung. Die Geselligkeit wird gerne gepflegt bei privaten Festen (Storch stellen, Spalier stehen, Feste zusammen feiern…). Außerdem wird regelmäßig am letzten Freitag im Narrenkeller bewirtet, auch während der drei Weihnachtsmarkt-Freitage.
Bericht der Jugendleiterin
Petra Weiler konnte nur Positives von der Jugend berichten. „150 Kinder und Jugendliche sind bei uns aktiv, das sind richtig viele!“, zeigte sie sich begeistert von dem Nachwuchs. Für die Kinder wurde ein Ausflug nach Gutach zum Vogtsbauernhof und eine Aktion im Herbst angeboten. Die Jugendlichen trafen sich zweimal im Narrenkeller – da darf es auch schon mal nur „gemeinsam abhängen“ sein. Im April 2024 fand ein Kegelabend statt. Die Jugendleiterinnen treffen sich intern zu gemeinsamen Veranstaltungen.
Bericht der Reiherhexen
Sabrina Bruder berichtete über die Aktivitäten der Reiherhexen. Auch hier vergeht kein Monat ohne einen Termin. Neben den Fasendsterminen konnte im letzten Jahr oft die Geselligkeit gepflegt werden. Gerne kamen die Hexen zusammen bei einer Vatertagswanderung, zum Jubiläumsgrillfest der Narrenzunft bei Brosamer im Sommer, bei einer Hexenfrauenwanderung, der Nikolausfeier an der Luisenhütte, einigen Storchstellen sowie weiteren Anlässen.
Bericht der Biber
Sophia Seewald berichtete über die zahlreichen Termine der Biber. Neben den offiziellen Treffen rund um die Fasend pflegen die Biber gerne ihre Kameradschaft. Allein 6mal konnten sie zum Storchstellen zusammenkommen. Sie übernahmen die Bewirtungen beim Ostermarkt, Frühlingsfest und AZV-Jubiläum. Sie machen beim Schutzengellauf in Zell mit, unternahmen einen Ausflug zum Wasen und trafen sich zur Bengelwanderung mit Helferfest, um nur die wichtigsten Termine zu nennen.
Bericht der Bergwerksgeister
Christina Schäfer berichtete von 21 Terminen seit der letzten Generalversammlung, die Fasendstermine sind nicht dabei. Die schönen Termine zweier Hochzeiten und zweimal Storch stellen waren die geselligen Höhepunkte. Darüber hinaus gab es private Feste. Gefordert waren die Bergwerksgeister im Narrenkeller: Ausräumen, Grundreinigung, herrichten und bewirten standen auf dem Programm.
Kassenbericht
Kassiererin Jasmin Welle legte den Kassenbericht der Narrenzunft vor. Die Kassenprüfer Ursula Knäble und Erika Huber lobten ihre vorbildliche Kassenführung.
Wahlen der Vorstandschaft
Bürgermeister Jonas Breig übernahm die Wahlleitung. Alle Wahlen fanden offen per Akklamation statt. Oberzunftmeister bleibt Marco Schlieter, der sich nach seiner Wahl über den Beifall der Mitglieder freuen durfte. Der 2. Vorstand Helmut Büdel wurde ebenfalls in seinem Amt bestätigt. Wiedergewählt wurden ebenfalls Schriftführerin Melissa Schilli und Kassiererin Jasmin Welle.
Durch ihre Position automatisch im Narrenrat sind: Oberbiber Michael Wenig, Oberhexe Tobias Geiger und Oberbergwerk Björn Kaufhold.
Als Beisitzer wurden gewählt: Timo Linhard, Jens Schilli, Christina Schröter, Alexander Moser, Jan Ringwald, Oliver Schmid und Lukas Ringwald.
Verabschiedungen
Nach 13 Jahren aktive Mitarbeit wurde Matthias Kammerer aus dem Narrenrat verabschiedet. Oberzunftmeister Marco Schlieter lobte sein Engagement im Bereich Licht und Ton sowie bei der Umzugsaufstellung. Nach zwei Jahren im Narrenrat wurde Gerhard Huber verabschiedet.
Verschiedenes
Marco Schlieter berichtete über die Kosten für die Bussen, mit denen die Teilnehmer zu Veranstaltungen außerhalb fahren und ihre z.T. fehlende Auslastung. Zu Fasend 2025 wird es eine Vereinsplaner-App geben, die gerade in Planung ist.
Die Mitglieder nutzten die Gelegenheit zu einer weiteren Aussprache interner Themen.