Biberacher Dorfspaziergang mit dem SPD-Ortsverein zum Thema Barrierefreiheit. Gegebenenfalls ist es sinnvoll, einen runden Tisch für Barrierefreiheit zu gründen.
Der Einladung der SPD-Gemeinde- und Ortschaftsräte Hubert Scharffenberg, Manuela Schätzle und Raimund Fritsch zum „Biberacher Dorfspaziergang“, dieses Jahr unter dem Zeichen der Barrierefreiheit, folgten interessierte Bürgerinnen und Bürger in die neue Ortsmitte.
Nach der Begrüßung machte sich die Gruppe, darunter zwei Rollstuhlfahrer, zunächst vom Treffpunkt Ortsmitte über die Sparkasse auf den Weg zum Friedhof. Weiter ging es zum Schulhof, zur Sport- und Festhalle und anschließend über Park und Bahnhof zurück zur Ortsmitte.
Beim Rundgang fiel den Teilnehmern auf, wie durch abgesenkte Bordsteine, schräge oder zugeparkte Gehwege der Bewegungsradius von Menschen mit Gehbehinderung eingeschränkt wird. Abschließend ließen die Dorfspaziergänger bei Getränken und Flammenkuchen diesen nochmals Revue passieren.
Botschafter für Barriere freiheit
Als besonderen Gast konnten die Organisatoren Heinrich Stöhr, Kreisvorsitzender des VdK Offenburg, mit der Zusatzausbildung „Botschafter für Barrierefreiheit“ begrüßen. Unter dem fachkundigen Blick wurden die schwierigen Stellen besprochen und Lösungsmöglichkeiten erörtert. Heinrich Stöhr legte dar: „Ziel ist, dass bei Baumaßnahmen Barrierefreiheit mitgedacht wird, wünschenswert wäre, dass eine fachkundige Stelle die Pläne unter dem Blick für Barrierefreiheit nochmal prüft.“
Der VdK-Vorsitzende merkte dabei an: „Der Bestand muss nicht sofort geändert werden, die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen zum Nutzen muss gewährleistet sein. Gegebenenfalls ist es sinnvoll, einen runden Tisch für Barrierefreiheit zu gründen. Betroffene Gehbehinderte mit Rollstuhl und Rollator, Sehbehinderte oder Blinde, aber auch Eltern, die mit dem Kinderwagen im Dorf unterwegs sind, profitieren von einer barrierefreien Kommune.“