Am Abend des 3. August wurde der neue Gerätewagen Transport (kurz GW-T) der Feuerwehr Biberach beim Fahrzeugbauer Dufner in Elzach abgeholt.



In kleiner Runde, unter anderem bestehend aus der Biberacher Bürgermeisterin Daniela Paletta, dem stellvertretenden Kommandanten der Feuerwehr Biberach, Florian Möller, dem stellvertretenden Kommandanten der Abteilung Prinzbach, Gerhard Huber, sowie Gerätewart Markus Schöner, wurde das neue Fahrzeug vor Ort abgenommen. Nach etwa einstündiger Unterweisung in der Bedienung und im Können des GW-T’s durch die Aufbauer trat dieser die Fahrt in seine neue Heimat im Kinzigtal an.
Begrüßt wurde das Fahrzeug am Gerätehaus Biberach von zahlreichen neugierigen und freudestrahlenden Mitgliedern der Feuerwehr Biberach und Prinzbach sowie Vertretern der Blaulichtfamilie. Natürlich wurde gleich vorgeführt, was der feuerwehrrote Mercedes Sprinter mit 5,5t zulässigem Gesamtgewicht zu bieten hat. Neben einer Staffelkabine, also einer möglichen Besetzung von insgesamt sechs Feuerwehrkräften, besitzt der GW-T eine Ladebordwand mit einer Tonne Hubkraft. Im Laderaum des Fahrzeugs findet ein Rollcontainer-Prinzip Anwendung, das je nach Bedarf erlaubt, die benötigten Container mithilfe einer integrierten Ladebordwand auf- oder abzuladen und platzsparend und sinnvoll im Innenraum zu verstauen.
Mit Auslieferung des Fahrzeugs besitzt die Feuerwehr Biberach bereits vier dieser Container. Sie Folgen den Einsatzgebieten Heben und Ziehen in Form von Luftkissen, Unterlegkeilen und Ähnlichem, dem Einsatzgebiet Stromerzeugung und Licht durch einen fest auf dem Container verankerten ausfahrbaren Lichtmast inklusive Kabeltrommeln, dem Gebiet Öl auf Straße sowie einer Auffangwanne zur vielseitigen Nutzung. Zudem besitzt der mit Automatikgetriebe versehene GW-T eine Plane mit Spriegel zum bequemen Aufrollen sowie eine Umfeldbeleuchtung.
Seinen ersten Einsatz hatte das Fahrzeug bereits am 10. August bei einem Verkehrsunfall auf der B33, bei welchen sich vor allem der Container mit Stromerzeugung und Licht als großer Vorteil erwies. Wie man anhand dieses aktuellen Beispiels sieht, wird der neue GW-T den Biberacher Feuerwehrfrauen und -männern auch in Zukunft in einer Vielzahl von Einsatzszenarien hilfreich zur Verfügung stehen.
Feuerwehr setzte beim Unfall auf der B33 erstmals den GW-T ein
Am Abend des vergangenen Dienstags um kurz nach 21 Uhr kam es auf Höhe der Abfahrt Biberach Süd der B33 zu einem Frontalzusammenstoß zweier PKW (wir berichteten).
Die vier verletzten Personen konnten sich selbstständig aus ihren verunglückten Fahrzeugen befreien und wurden rasch durch Ersthelfer versorgt und kurz darauf vom Deutschen Roten Kreuz sowie den Maltesern professionell betreut und zur Untersuchung und Behandlung in naheliegende Krankenhäuser gebracht.
Die Feuerwehr Biberach unterstütze gemeinsam mit den Kameraden der Feuerwehr Zell die Erstversorgung der Verletzten, sicherte die Einsatzstelle ab und leuchtete diese aus. Hierfür kam der neue Gerätewagen Transport der Feuerwehr Biberach erstmalig zum Einsatz. Neben der Feuerwehr Biberach mit fünf Fahrzeugen und insgesamt 23 Männern und Frauen waren das THW Biberach mit 13 Helfern und drei Fahrzeugen vor Ort und leiteten den Verkehr von der gesperrten B33 ab. Auch die Polizei und ein Notarzt waren vor Ort. Da keine technische Hilfeleistung nötig war, konnten die mitalarmierten Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr Zell die Einsatzstelle kurz nach ihrem Eintreffen wieder verlassen.
Nach der Unfallaufnahme durch die Polizei wurden die beschädigten Fahrzeuge abtransportiert, sodass die Feuerwehr Biberach die Fahrbahn von herumliegenden Fahrzeugteilen befreien und auslaufende Betriebsflüssigkeiten auffangen konnte. Um etwa 23.30 Uhr verließ die Feuerwehr die Unfallstelle, sodass die Sperrung der B33 kurz darauf wieder aufgehoben werden konnte.